Die Rieju MR Racing 300 i 2026 richtet sich an Fahrer, die im harten Offroad-Einsatz keine Kompromisse eingehen. „Hartes Offroad, echte Emotion“ ist mehr als ein Spruch – das Motorrad ist auf schwieriges Gelände, selektive Sonderprüfungen und lange Enduro-Tage ausgelegt. Mit dem neuen 300-cm³-Zweitaktmotor und elektronischer TFI-Einspritzung bietet es Fahrbarkeit und Kontrolle neben roher Leistung.

Neuer 300er-Zweitakter: Technik für echtes Gelände
Kernstück ist der in Spanien hergestellte Einzylinder-Zweitaktmotor mit 298 cm³ Hubraum. Die Bohrung-Hub-Kombination von 72,0 × 72,52 mm sorgt für ein ausgewogenes Layout. Flüssigkeitsgekühlt, mit digitaler CDI-Zündung und Sechsganggetriebe, liefert er Drehmoment von unten und dreht sich frei hoch – ideal für Wurzeln, Steine und Aufwärtspassagen.

Die TFI-Einspritzung mit zwei Bosch-Injektoren (für niedrige und hohe Drehzahlen) ahmt ein Vergaser-Gefühl nach, aber mit sauberer Leistungsentfaltung. Der Motor reagiert spontan, bleibt dosierbar und reduziert den Verbrauch. Mit dem 9,8-l-Tank ergibt sich eine solide Reichweite für lange Etappen.

Elektronische Abgasklappe und Ausgleichswelle im Fokus
Die elektronische Auslasssteuerung regelt den Auslasskanal je nach Drehzahl und Gasgriff. So bleibt der Motor unten traktionstark und liefert oben volle Leistung. Auf rutschigen oder vertrackten Sektionen ermöglicht das feinfühlige Nutzung ohne Überraschungen.

Eine Ausgleichswelle reduziert Vibrationen, was Komfort und Kontrolle verbessert – präziseres Gefühl für die Räder auf losem Untergrund. Die Diaphragma-Kupplung sorgt für leichten Hebelweg und feine Dosierung, was auf langen Prüfungen Kraft spart.


Drei Fahrmodi für Wald, Rennen und Regen
Die drei Kennfelder sind eine Besonderheit. Im Race-Modus gibt es maximale Leistung für Sonderprüfungen oder schnelle Abschnitte. Forest-Modus bietet Ausgewogenheit mit mehr Kontrolle für gemischte Runden. Wet-Modus zähmt die Leistung für matschige oder nasse Bedingungen, um Grip zu halten.

Das erhöht Alltagstauglichkeit und Sicherheit für Fahrer, die bei jedem Wetter ambitioniert unterwegs sind.
Fahrwerk für harte Offroad-Tage
Das Fahrwerk nutzt KYB-Komponenten: Vorn eine 48-mm-Upside-Down-Gabel mit AOS-System und geschlossenem Cartridge, voll einstellbar. Hinten ein KYB-Federbein mit progressiver Umlenkung und Einstelloptionen für Vorspannung, Zug- und Druckstufe. Das erlaubt Anpassung an Fahrstil und Strecke.

Fahrwerk, Bremsen und Ergonomie im Gelände-Kontext
Der Rahmen kombiniert Chrom-Molybdän-Stahl mit Aluminium-Heckrahmen für Steifigkeit und niedriges Gewicht (102,6 kg trocken). Das macht das Motorrad handlich in engen Trails.
Mit 949 mm Sitzhöhe eignet es sich für sportliche Fahrer mit ausreichender Beinlänge. Es bietet Bewegungsfreiheit im Stehen. Neken-Lenker und Griffe sorgen für direktes Lenkgefühl, ergänzt durch eine leichte Lithium-Ionen-Batterie.
Räder, Reifen und Bremsen – funktional abgestimmt
Schwarz eloxierte Excel-Felgen: 21 Zoll vorn mit 90/90-Reifen, 18 Zoll hinten mit 140/80. Mitas-Terraforce-Reifen bieten Traktion auf hartem und weichem Untergrund. Bremsen: 260-mm-Scheibe vorn und 220 mm hinten mit Nissin-Zangen – robust und dosierbar.

Elektrischer Lüfter und Abgasanlage: Ausdauer statt Show
Der elektrische Kühlerlüfter stabilisiert die Temperatur in langsamen Sektionen, was Performance und Motorlebensdauer erhält – nützlich bei anspruchsvollen Touren oder Hitze.
Die Rieju Power Racing by Oxa-Auspuffanlage ist auf Leistung und Ansprechverhalten abgestimmt, für kontrollierten Zug über das Drehzahlband.
Einordnung im Modellprogramm und für wen sie passt
Als sportliche Enduro sitzt die MR Racing 300 i 2026 unter der Pro-Variante. Sie eignet sich für regelmäßige Gelände-Fahrer, von Wochenend-Enduristen bis Hobby-Racern, mit Einspritzmotor, Modi, KYB-Fahrwerk und Details wie Lüfter und Excel-Felgen.
Der Preis liegt bei 9.790,00 Euro inklusive MwSt. zuzüglich 240 Euro Frachtkosten.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Für wen ist die Rieju MR Racing 300 i 2026 am besten geeignet – und wer sollte eher zu einem anderen Modell greifen?
Sie passt zu regelmäßigen Gelände-Fahrern, die eine sportliche Enduro ohne extremes Renn-Setup wollen. Mit niedrigem Gewicht, einstellbarem Fahrwerk und robuster Ausstattung für Trainings, Touren und Veranstaltungen. Für MX-Strecken oder maximale Renn-Performance besser andere Varianten. Anfängern könnte die Power zu fordernd sein.
2) Was bringt die TFI-Einspritzung mit zwei Injektoren im Alltag wirklich – und worin liegt der Vorteil gegenüber einem Vergaser?
Sie erhält das Zweitakt-Gefühl, macht die Leistung sauberer und vorhersehbarer. Die Injektoren dosieren präzise in verschiedenen Bereichen: unten kontrolliert, oben frei. Das bedeutet weniger Überraschungen, konstante Abstimmung und oft geringeren Verbrauch, was mit dem Tank die Reichweite verbessert.
3) Wie nutzt man die drei Fahrmodi (Race, Forest, Wet) sinnvoll auf einer Enduro-Runde?
Als Werkzeug für Traktion und Ausdauer: Race für schnelle Prüfungen, Forest als Standard für gemischte Runden, Wet für geringen Grip wie Matsch oder nasse Wurzeln, um das Hinterrad ruhig zu halten und Stürze zu vermeiden.


