KTM 300 EXC 2027 in orangener Werkslackierung, Seitenansicht
Die KTM 300 EXC 2027 – leistungsfähige Enduro für anspruchsvolles Gelände (Foto: ktm.com)

KTM 300 EXC 2027: Wenn der Trail ruft

Die KTM 300 EXC 2027 gehört seit Jahren zu den Motorrädern, an denen sich eine ganze Klasse messen lassen muss. Auch als Modelljahr 2027 tritt sie mit genau diesem Anspruch an: als Enduro für Fahrer, die im Gelände nicht nach dem einfachsten Weg suchen, sondern nach dem passenden. Ihr Einsatzbereich liegt dort, wo Traktion, Kontrolle und Standfestigkeit im Vordergrund stehen. KTM positioniert die 300 EXC als Enduro für anspruchsvolles Gelände.

Im Zentrum steht ein einspritzgesteuerter 2-Takt-Einzylinder mit 293,15 cm³ Hubraum. Der Motor kombiniert Drehmoment im unteren Drehzahlbereich mit Leistung im oberen Bereich. Mit 6-Gang-Getriebe und einem Gewicht von 104,7 kg ohne Kraftstoff bringt die KTM Voraussetzungen für den Einsatz in der E3-Kategorie und im Hard Enduro mit.

KTM 300 EXC 2027 in Seitenansicht mit orange-schwarzem Design und Enduro-Bereifung
Die neue KTM 300 EXC 2027 – Enduro-Motorrad für anspruchsvolles Gelände im Profil (Foto: ktm.com)

Gebaut für Tage, die andere abbrechen

Ein Motor mit Charakter

Die elektronisch gesteuerte Throttle Body Injection, kurz TBI, arbeitet mit einer Keihin-Drosselklappe in 39 mm Größe. Das Steuergerät analysiert kontinuierlich verschiedene Parameter und berechnet daraus das Luft-Kraftstoff-Gemisch. Dadurch soll ein sauberes Ansprechen und eine berechenbare Leistungsentfaltung erreicht werden. Das ist bei einer Enduro relevant, da der Motor sowohl in langsamen, technischen Passagen als auch auf schnelleren Etappen kontrollierbar bleiben soll.

Motor der KTM 300 EXC 2027 mit Keihin-Drosselklappe und elektronischer Einspritzung
2-Takt-Einzylinder-Motor mit Throttle Body Injection der KTM 300 EXC 2027 (Foto: ktm.com)

Optional gibt es einen Map-Select-Schalter, mit dem sich zwischen zwei Motor-Mappings wechseln lässt. Map 1 steht für eine lineare, gut kontrollierbare Leistungsentfaltung. Map 2 liefert ein aggressiveres Mapping mit direkterer, explosiverer Leistungsabgabe. Damit soll der Fahrer die Möglichkeit erhalten, den Charakter des Motorrads an die jeweiligen Bedingungen anzupassen.

Feine Technik für grobes Gelände

Fahrwerk ohne Umwege

Ein Vorteil ist die werkzeuglose Einstellbarkeit des Fahrwerks. Vorne arbeitet eine WP XACT-Closed-Cartridge-Gabel mit 48 mm Durchmesser, hinten ein WP XPLOR-PDS-Federbein. Druck- und Zugstufe lassen sich ohne Werkzeug anpassen. Das ermöglicht eine schnelle Anpassung bei wechselndem Untergrund.

Am Heck setzt KTM auf das PDS-Konzept. Laut Hersteller verbessert es das Anti-Squat-Verhalten und bringt Traktion und Stabilität. Der Rahmen ist schwarz matt pulverbeschichtet. Die zentrale Anordnung der rotierenden Massen und die geschmiedete Lenkkopfverbindung sollen ein präzises Fahrgefühl unterstützen. Dazu kommen schlank gestaltete Fußrastenaufnahmen und ein geschmiedeter Seitenständer.

Durchdacht bis in die schmutzigen Details

Ergonomie, die im Stehen überzeugt

Die Ergonomie der EXC-Reihe soll einen guten Knieschluss ermöglichen und bietet optimierte Gripflächen. Die Verkleidung ist so gestaltet, dass sich bei Nässe und Schlamm weniger Schmutz ansammelt. Die flache Sitzbank mit griffigem Bezug unterstützt die Bewegungsfreiheit. Der mit Polyamid verstärkte Aluminium-Heckrahmen ist zweiteilig aufgebaut und soll sich bei einem Sturz eher flexibel verformen.

Wenn Luft, Kraftstoff und Schutz zusammenspielen

Der Luftfilterkasten ist auf maximalen Luftstrom bei geringem Wassereintritt ausgelegt. Präzise platzierte Ansaugkanäle sollen Luftverwirbelungen verringern und zugleich den Filter schützen. Der Twin-Air-Filter ist werkzeuglos zugänglich. Der transparente Kraftstofftank aus Polyethylen verfügt über eine integrierte Kraftstoffpumpen- und Filtereinheit. Hinzu kommen das Elektrostartsystem mit 2-Ah-Lithium-Ionen-Batterie und eine Auspuffanlage, deren Krümmer für mehr Bodenfreiheit konstruiert wurde. Der Schalldämpfer besteht aus Aluminium.

Warum diese Enduro ihren Ruf behauptet

Die KTM 300 EXC ist für den harten Offroad-Einsatz konzipiert. Ihre Ausstattung umfasst GIANT-Leichtmetallfelgen, CNC-gefräste Radnaben, Aluminiumspeichennippel und Maxxis-MaxxEnduro-Reifen. Mit einer Sitzhöhe von 963 mm, rund 9 l Tankinhalt und Federwegen von 300 mm vorne sowie 310 mm hinten handelt es sich um eine Sportenduro. Für das Modelljahr 2027 bleibt die technische Plattform erhalten und erhält ein neues Graphics-Update. Der Listenpreis der KTM 300 EXC beträgt 11.349,00 Euro inklusive 19 % MwSt., zuzüglich Überführungs- und Nebenkosten in Höhe von 495,00 Euro.

KTM 300 EXC 2027 in Seitenansicht mit orange-schwarzem Design und Enduro-Bereifung
Die neue KTM 300 EXC 2027 – Enduro-Motorrad für anspruchsvolles Gelände im Profil (Foto: ktm.com)

Bilder: Hersteller

FAQ

Für wen eignet sich die neue KTM 300 EXC besonders?

Die KTM 300 EXC richtet sich an Fahrer, die regelmäßig anspruchsvolles Gelände fahren. Sie ist auf technische Sektionen und schnelle Enduro-Etappen ausgelegt. Ihr Gewicht, die 2-Takt-Charakteristik und das abstimmbare Fahrwerk machen sie für Fahrer interessant, die Wert auf Kontrolle und Wendigkeit legen.

Welche Vorteile bietet der 2-Takt-Motor mit TBI im praktischen Offroad-Einsatz?

Der Motor verbindet klassisches 2-Takt-Verhalten mit moderner Steuerung. Durch die Throttle Body Injection reagiert die Maschine sauberer und berechenbarer. Im Gelände bedeutet das gutes Ansprechen aus niedrigen Drehzahlen und Reserven bei steilen Passagen. Gleichzeitig bleibt das Motorrad agil.

Was macht die KTM 300 EXC im Alltag eines Enduro-Fahrers besonders praxisnah?

Praxisnah wird die KTM 300 EXC durch Details wie die werkzeuglose Fahrwerkseinstellung, den schnell zugänglichen Luftfilter und den Tank mit Sichtkontrolle. Ergonomische Vorteile wie Bewegungsfreiheit im Stehen und griffige Kontaktflächen erleichtern den Einsatz im Gelände.