Kompromisslose Offroad-Basis für MX- und Enduro-Strecken
Die Kamax K16 zielt auf Fahrer, die im Gelände mehr wollen als nur einen Sonntagsausflug. Dieses MX/Enduro-Bike ist für harte Einsätze auf Endurostrecken, verwurzelten Waldpassagen und ruppigen Naturpisten ausgelegt. Grundlage ist ein hochfester Rahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl, wie er auch im Wettkampfsegment eingesetzt wird. Die Konstruktion setzt auf hohe Torsionssteifigkeit und Robustheit, um schnelle Richtungswechsel und grobe Einschläge zu bewältigen. Unterstützt wird das von einem leichten Aufbau mit Aluminium-Unterrahmen, Alu-Heckbaugruppe und einem gefrästen Lenkerklemmblock.

Mit einer Länge von 2.165 mm, 805 mm Breite und 1.225 mm Höhe sowie einem Radstand von 1.480 mm bewegt sich die K16 in typischen Enduro-Dimensionen. Eine Sitzhöhe von 910 mm richtet sie an großgewachsene oder erfahrene Piloten, die im Stehen fahren und das Bike mit dem Körper dirigieren. Das Nassgewicht von 110 kg ist für ein vollwertiges Offroad-Motorrad dieser Klasse niedrig und macht sich in engen Sektionen und auf rutschigem Untergrund bemerkbar.

Motor NB300: Drehmoment statt Drehorgel
Im Rahmen arbeitet der NB300-Motor mit 271,3 cm³ Hubraum. Der luftgekühlte Einzylinder-Viertakter setzt auf nutzbares Drehmoment im Alltag eines Endurofahrers. 16 kW bei 8.500 U/min und 22 Nm bei 6.000 U/min passen zu verwinkelten Waldpassagen, rutschigen Auffahrten und langen Etappen auf losem Untergrund. Wer schon einmal mit einem hoch drehenden Sportmotor in einem verblockten Steinfeld unterwegs war, weiß, wie wichtig eine gut dosierbare, gleichmäßige Leistungsabgabe ist.
Bohrung und Hub liegen bei 75 mm × 61,4 mm, was auf eine drehfreudige, aber traktionsstarke Auslegung hindeutet. Die K16 kommt mit einem 5/6-Gang-Getriebe, das je nach Version unterschiedliche Stufungen erlaubt. Damit lässt sich die Übersetzung an den Einsatzzweck anpassen: enger für Motocross-Strecken oder länger für klassisches Enduro. Der E-Starter ist serienmäßig und im anspruchsvollen Gelände ein Sicherheitsfaktor, wenn der Motor nach einem verpatzten Hangversuch schnell wieder laufen muss.
Fahrwerk mit Reserven und hoher Bodenfreiheit
Das Fahrwerkspaket ist für Offroad-Fans interessant. Vorn arbeitet eine Upside-down-Gabel mit einstellbarer Druck- und Zugstufendämpfung, die sich auf Fahrstil, Gewicht und Strecke abstimmen lässt. Hinten übernimmt ein Monoshock mit hydraulischer Dämpfung und integrierter Luftblase die Arbeit. Auch hier sind Zugstufe und Federvorspannung anpassbar, um Balance und Heckhöhe zu optimieren.

Die Bodenfreiheit von 340 mm gibt reichlich Luft für Wurzeln, Steine und Stufen. In Kombination mit dem 21-Zoll-Vorderrad (80/100-21) und dem 18-Zoll-Hinterrad (110/90-18) rollt das Bike über Hindernisse hinweg und bietet Traktion auf weichem oder zerfurchtem Untergrund.
Faszinierendes Detail: Leichtes Heck für aktives Fahren
Am Heck setzt die K16 auf eine leichte, rennorientierte Baugruppe aus Aluminium, inklusive Aluminium-Kettenrad und Druckguss-Schwinge. Diese reduziert ungefederten Massen und verbessert das Handling. In verwinkelten Sektionen lässt sich das Motorrad leichter umlegen, und schnelle Richtungswechsel gelingen präzise.

Fahrer, die mit Body-English arbeiten oder das Heck aktiv um Hindernisse drücken, schätzen dieses Konzept. Die stabile Schwinge sorgt dafür, dass die Kraft sauber auf den Boden kommt – ein Vorteil bei Steigungen.

Ausstattung für lange Tage im Sattel
Die Kamax K16 bringt Ausstattung für lange Ausfahrten mit. Der Tank fasst 9 Liter Superbenzin bei einem Verbrauch von 3,5 l/100 km, was ordentliche Reichweiten erlaubt. Die wartungsfreie 12V/5A-Batterie entlastet bei saisonaler Nutzung.

Fünf LED-Leuchtmittel am Frontscheinwerfer sorgen für Licht bei Dämmerungsfahrten. Das LCD-Dashboard mit Ganganzeige ist im Offroad-Einsatz praktisch, wenn der Fokus auf Linienwahl und Traktion liegt.

Sicherheit, Kontrolle und Herstellerkompetenz
Bei der Verzögerung setzt Kamax auf Scheibenbremsen mit Doppelkolben-Zangen und Stahlflexleitungen. Diese bieten definierten Druckpunkt und konstante Leistung, auch im Schlamm oder bei langen Abfahrten. Der 7000er-Aluminiumlenker mit CNC-gefräster Klemmbasis verbindet Steifigkeit mit präziser Rückmeldung.
Hinter der Kamax K16 steht ein Hersteller, der sich seit 2001 dem Offroad-Segment widmet. Mit Werken weltweit, Export in über 80 Länder und mehr als zwei Millionen Fahrern bringt Kamax Erfahrung in Konstruktion und Fertigung mit.
Die Kamax K16 bietet ein rundes Paket für ambitionierte Enduro- und Motocross-Fans, die ein robustes, leichtes und praxisnah abgestimmtes Offroad-Motorrad suchen.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Für wen ist die Kamax K16 wirklich geeignet – und für wen eher nicht?
Die K16 richtet sich an Fahrer, die regelmäßig im Gelände fahren und ein Bike suchen, das harte Schläge und technische Passagen bewältigt. Sitzhöhe (910 mm) und sportliche Ergonomie zeigen: Wer klein ist oder hauptsächlich auf einfachen Wegen unterwegs ist, könnte sich überfordert fühlen. Ideal für erfahrene Offroad-Fans und alle, die aktiv mit Körpergewicht arbeiten. Für Einsteiger nur mit Training und Schutzkleidung.
2) Reicht die Motorleistung (16 kW / 22 Nm) für anspruchsvolles Enduro wirklich aus?
Ja, weil die K16 auf kontrollierbares Drehmoment setzt. In verwurzelten Passagen oder rutschigem Untergrund zählt dosierbare Kraft. Der NB300-Einzylinder liefert Traktion ohne aggressive Leistungsanstiege. Mit dem 5/6-Gang-Getriebe lässt sich die Übersetzung anpassen. Wer reine MX-Sprints sucht, bevorzugt stärkere Motoren.
3) Welche Einstellungen und Checks bringen im Gelände den größten Nutzen?
Fahrwerksabstimmung und Basis-Checks. Die USD-Gabel und der Monoshock lassen sich auf Gewicht und Strecke trimmen: straffer für schnelle Passagen, sensibler für Hard-Enduro. Vor jeder Fahrt Bremsen, Kettendurchhang, Reifendruck und Schraubverbindungen prüfen. Bei 110 kg Nassgewicht entscheidet Wartung über präzises Handling.


