Die Husqvarna FE 501 ist das stärkste Modell im Enduro-Programm der Marke. Bei einer großen 4-Takt-Enduro geht es jedoch nicht nur um Leistung, sondern vor allem um deren Beherrschbarkeit. Die FE 501 für 2027 kombiniert den Druck eines 510,9-cm³-Motors mit einer Fahrwerks- und Elektronikabstimmung, die daraus ein überraschend präzises Arbeitsgerät macht. Für Fahrer, die lange Anstiege, technische Passagen und schnelle Verbindungsetappen schätzen, ist das eine interessante Ausrichtung.
Das Motorrad folgt dem typischen Aufbau moderner Sportenduros: schlanke Linien, funktionale Verkleidung und ein auf Bewegung ausgelegtes Ergonomiekonzept. Die technischen Lösungen sind darauf ausgelegt, im Gelände einen Unterschied zu machen.

Großer Einzylinder, großer Charakter
Im Mittelpunkt steht ein Einzylinder-Viertaktmotor mit 510,9 cm³. Husqvarna gibt 64 PS an. Der Motor wiegt 29,5 kg und wurde so im Rahmen platziert, dass die Wellen nahe am Schwerpunkt liegen. Dadurch bleibt die Kraft auch bei hartem Beschleunigen besser kontrollierbar.

Wenn Drehmoment nicht grob wirkt
Der kompakte SOHC-Zylinderkopf mit DLC-beschichteten Schlepphebeln und zentraler Ölspritzdüse ist auf Effizienz und Haltbarkeit ausgelegt. Die Steuerzeiten zielen auf ein starkes, gleichmäßiges Drehmoment ab – passend zum Einsatz einer großen Enduro. Der leichte Aluminiumzylinder arbeitet mit einem geschmiedeten CP-Kolben, die Verdichtung beträgt 12,75:1. Das sorgt für Standfestigkeit und ein sauberes Ansprechverhalten.


Getriebe und Mapping
Ein besonderes Merkmal ist das Zusammenspiel aus 6-Gang-Getriebe und Elektronik. Das endurospezifische Getriebe von Pankl Racing Systems aktiviert für jeden Gang eine eigene Kennlinie. Zusätzlich stehen zwei EFI-Mappings, Traktionskontrolle und ein Quickshifter zur Verfügung. Das System erkennt zu schnelle Drehzahlanstiege und reduziert bei Bedarf die Leistung am Hinterrad.
Schalten ohne Unruhe
Der Quickshifter ermöglicht Hochschaltvorgänge ohne Kupplung. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn das Motorrad in einer Belastungsphase stabil bleiben soll, etwa beim Beschleunigen aus einer Spur heraus.
Fahrwerk für harte Tage im Gelände
Der Doppelschleifen-Zentralrohrrahmen aus 25CrMo4-Stahl bildet die Basis. Hinten kommt ein Heckrahmen aus aluminiumverstärktem Polyamid zum Einsatz. Vorn arbeitet eine WP XACT-Cartridge-Gabel mit 48 mm Durchmesser, hinten ein WP XACT-Federbein mit Umlenkung – beide mit 300 mm Federweg. Druck- und Zugstufen lassen sich werkzeuglos einstellen.


Direktes Gefühl statt bloßer Härte
Die Abstimmung zielt auf ein Motorrad, das auch mit großem Hubraum direktes Feedback vom Untergrund liefert. Dazu gehören die CNC-gefrästen Gabelbrücken mit zwei Lenkerpositionen und die abgestimmte Schwinge.
Ergonomie, Bremsen und Alltag
Mit 952 mm Sitzhöhe, 343 mm Bodenfreiheit und 1489 mm Radstand entspricht die FE 501 den üblichen Maßen einer Sportenduro. Die hohe Sitzbank und griffige Kontaktflächen unterstützen die Bewegungsfreiheit bei langen Geländeeinsätzen. Die Bremsanlage arbeitet mit 260-mm-Scheibe vorne und 220-mm-Scheibe hinten. Praktische Details wie der 8-Liter-Tank runden das Bild ab.


Eine starke Enduro mit klarer Haltung
Die FE 501 richtet sich an Fahrer, die bewusst ein hubraumstarkes 4-Takt-Modell suchen. Die 64 PS treffen auf ein abgestimmtes Fahrwerk, ein modernes Elektronikpaket und eine Ergonomie, die Kontrolle in schwierigem Gelände unterstützt. Die 2027er-Generation führt die bisherige Linie mit weiterentwickelter Technik fort.

Der Preis für die Husqvarna FE 501 des Modelljahres 2027 beträgt 12.449,00 Euro zuzüglich Überführungs- und Nebenkosten in Höhe von 495,00 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
Für wen eignet sich die Husqvarna FE 501 besonders?
Die FE 501 richtet sich vor allem an erfahrene Enduro-Fahrer, die ein hubraumstarkes 4-Takt-Modell suchen. Die moderne Abstimmung von Motor, Fahrwerk und Elektronik macht die Maschine trotz hoher Leistung kontrollierbar – besonders auf langen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Strecken.
Was macht den Motor der FE 501 im Gelände so besonders?
Entscheidend ist nicht nur die Leistung, sondern wie sie übertragen wird. Die abgestimmten Kennfelder, die Traktionskontrolle und das spezielle Getriebe helfen dabei, den Schub fein dosierbar zu halten – auch auf rutschigem Untergrund oder an steilen Passagen.
Welche Rolle spielen Fahrwerk und Ergonomie bei diesem Modell?
Das WP-Fahrwerk mit 300 mm Federweg ist auf harte Einsätze und wechselnde Untergründe ausgelegt. Die Ergonomie mit hoher Sitzbank und schlanker Linie erleichtert aktive Gewichtsverlagerung und sicheren Halt über längere Strecken.


