Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Geburtstag zu feiern, doch die Teilnahme an der FIM Enduro Vintage Trophy (EVT) ist laut dem Franzosen François Borsotto die beste.
Während im deutschen Zschopau die zehnte Ausgabe der FIM EVT läuft, beweist Borsotto, dass das Alter nur eine Zahl ist: Er tritt für Frankreich in der Klasse „Vintage Veterans Trophy“ auf seiner 80-ccm-Puch Frigerio aus dem Jahr 1979 an.
Da er an diesem Freitag seinen 62. Geburtstag feiert, kam ein Verzicht auf die diesjährige FIM EVT für ihn gar nicht erst infrage.
„Am Freitag werde ich 62“, sagt Borsotto. „Daher ist die Teilnahme an der FIM EVT für mich die beste Art, diesen Tag zu feiern!“
„Ich bin hier schon zum sechsten Mal am Start. Ich möchte mir das nicht entgehen lassen. Es ist einfach schön, hierherzukommen und bei einer so gut organisierten Veranstaltung auf passenden Strecken Motorräder aus meiner eigenen Ära zu fahren.“
„Außerdem treffe ich Freunde wieder, gegen die ich schon in jüngeren Jahren Rennen gefahren bin.“
Borsotto startet in der Kategorie B0; seine 80-ccm-Puch Frigerio gehört damit zu den Motorrädern mit dem geringsten Hubraum im gesamten Teilnehmerfeld. Für ihn ist es der fünfte Einsatz auf dieser Maschine in Zschopau.
„Ich habe sie vor fast fünfzehn Jahren in Italien gekauft und erst einmal eingelagert, bis sich die Gelegenheit bot, sie auch zu nutzen.“
„Seit der FIM EVT 2022 in Portugal fahre ich Rennen mit ihr. Im Laufe der Zeit habe ich versucht, sie immer weiter zu optimieren. Die Basis ist zwar original, aber es gibt Teile, die heutzutage kaum noch zu finden sind.“
Er ist nach wie vor ehrgeizig und liebt es, das Trikot seiner Nation zu tragen und für Frankreich an den Start zu gehen.
Als Mitglied des Siegerteams von 2021 wäre ein weiterer Sieg in der „Vintage Veterans Trophy“ für Borsotto das schönste Geburtstagsgeschenk.
„Das französische Team hat damals auf Elba (Italien) gewonnen – allerdings mit Fahrern, die aus verschiedenen Gründen heute nicht mehr antreten können; wir mussten also Ersatz finden.“
„Wir haben uns gezielt auf Kategorien konzentriert, in denen wir gute Ergebnisse erzielen konnten, und belegen nun schon seit drei Jahren den zweiten oder dritten Platz. Wir hoffen natürlich immer, wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen – mal sehen, was passiert!“

Bilder: FIM, Future7Media


