Kawasaki KX85 L 2027 in Seitenansicht, grünes Motocross-Bike mit großem Vorderrad und Hinterrad.
Die neue Kawasaki KX85 L 2027 – Motocross-Motorrad für ambitionierte Nachwuchsfahrer. (Foto: kawasaki.de)

Kawasaki KX85 L: Wenn Nachwuchs plötzlich ganz groß angreift

Die Kawasaki KX85 L des Modelljahrs 2027 ist ein Motocross-Bike für junge Fahrerinnen und Fahrer mit Ambitionen. Im Zentrum steht ein flüssigkeitsgekühlter 2-Takt-Einzylindermotor mit 84 cm³, KIPS und Vergaser, kombiniert mit einem Chassis, das die Leistung auf den Boden bringen soll. Die KX85 L richtet sich an Nachwuchs-Racer, die mehr wollen als nur Runden drehen. Sie ist auf den Einsatz auf der Strecke zugeschnitten und mit Komponenten bestückt, die sich an den großen KX-Modellen orientieren.

Gebaut für junge Racer mit echtem Anspruch

Kawasaki bietet in diesem Segment unterschiedliche Radgrößen an, um verschiedene Fahrerprofile abzudecken. Die KX85 L rollt als Big-Wheel-Version mit 19-Zoll-Vorderrad und 16-Zoll-Hinterrad an. Damit ist sie die passende Zwischenstufe für Nachwuchsfahrer, die aus kleineren Klassen herausgewachsen sind, aber noch nicht auf ein großes Motorrad wechseln wollen. Diese Radkombination sorgt für mehr Laufruhe, ein erwachseneres Fahrgefühl und mehr Stabilität auf ausgefahrenen Strecken, in Bremswellen und Spurrillen.

Seitenansicht der Kawasaki KX85 L 2027, einem Motocross-Motorrad für Jugendliche
Motocross-Bike Kawasaki KX85 L 2027 in Grün von der Seite (Foto: kawasaki.de)

Die große Stärke steckt im Fahrwerk

Vorn arbeitet eine Gabel mit 43-mm-Standrohren, die eine Einstellung der Zugstufendämpfung bietet. Hinten sitzt ein vollständig einstellbarer Stoßdämpfer. Dazu kommt bei der KX85 L ein überarbeitetes Umlenkungssystem, das 305 mm Hinterradfederweg ermöglicht. Auf einer Motocross-Strecke bedeutet das mehr Reserven bei harten Landungen und mehr Ruhe im zerpflügten Untergrund.

Steif, leicht und bereit für harte Runden

Zum Fahrwerk passt der Perimeter-Rahmen aus hochfestem Stahl. Gleichzeitig helfen Gewichtsreduzierungen an mehreren Bauteilen, das Gesamtgewicht niedrig zu halten. Fahrfertig bringt die KX85 L 78,2 kg auf die Waage, das geschätzte Trockengewicht liegt bei 74,7 kg. Mit 1.310 mm Radstand, 330 mm Bodenfreiheit und einer Sitzhöhe von 865 mm ordnet sich die Kawasaki als Jugend-MX-Maschine ein.

Nahaufnahme des Motors und Fahrwerks der Kawasaki KX85 L 2027 Big-Wheel Motocross-Maschine
Motor- und Chassisdetaill der Kawasaki KX85 L 2027 für ambitionierte Nachwuchsfahrer (Foto: kawasaki.de)

Bremsen, die Vertrauen schaffen

Vorn verbaut Kawasaki eine 240-mm-Bremsscheibe, hinten eine 220-mm-Scheibe. An der Front kommen derselbe Bremssattelkörper und derselbe Geberzylinder wie bei der KX250 zum Einsatz. Hinten trägt ein reduziertes Hebelspiel zu einer präziseren Dosierung bei.

Das Vorderrad der Kawasaki KX85 L 2027 mit grobstolligem Reifen, Bremsscheibe und Federung
Detailansicht des 19-Zoll-Vorderrads mit Bremsscheibe und Gabel der Kawasaki KX85 L Big-Wheel-Version (Foto: kawasaki.de)

Ergonomie, die mit dem Fahrer mitwächst

Das großzügiger ausgelegte Fahrer-Dreieck, der breitere Lenker und die erweiterten ERGO-FIT-Möglichkeiten sind auf mehr Kontrolle und Komfort ausgelegt. Besonders praktisch ist die ERGO-FIT-Lenkerverstellung. Zwei Positionen an der oberen Gabelbrücke, umkehrbare Lenkerhalter mit insgesamt vier Vor- und Rückversätzen sowie zwei verschiedene Lenkerhöhen per Spacer ergeben insgesamt acht mögliche Positionen.

Vergleich der Fahrposition auf einer Kawasaki KX85 L zwischen Modelljahr 2026 und 2025 mit überlagerter Silhouette und farblicher Markierung
Grafischer Vergleich der Sitzposition auf der Kawasaki KX85 L der Modelljahre 2026 und 2025 (Foto: kawasaki.de)

Reifen und Details mit Rennfokus

Ein Aluminium-Renthal-Fatbar soll Gewicht sparen und Vibrationen besser dämpfen. ODI-Lock-On-Griffe bieten ein ausgezeichnetes Griffgefühl. Neu entwickelte Fußrasten, in Längsrichtung breiter ausgeführt, sollen hohen Halt und präzises Feedback liefern. Aufgezogen sind Dunlop Geomax MX34-Reifen, die in mehreren Bereichen gegenüber dem Vorgänger verbessert wurden: bei Traktion, Bremsgrip, Kurvengrip, Selbstreinigung im Schlamm, Slide-Kontrolle und Rückmeldung an der Front. Dazu kommt eine Race-Optik, die sich an den großen KX-Modellen orientiert.

Kawasaki KX85 L 2027 Motocross-Motorrad in Grün, Seitenansicht
Die neue Kawasaki KX85 L, Motocross-Bike für Nachwuchsfahrer, Modelljahr 2027 (Foto: kawasaki.de)

Ein 84er Zweitakter mit klarer Mission

Der Motor bleibt dem klassischen Motocross-Gedanken treu. 84 cm³ Hubraum, Bohrung und Hub von 48,5 x 45,8 mm, digitale CDI-Zündung, Gemischschmierung, Kickstarter und ein 6-Gang-Getriebe stehen für ein puristisches Paket. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Mehrscheibenkupplung im Ölbad und Kettenendtrieb. Die Kawasaki KX85 L bietet ein Paket aus Fahrwerk, Ergonomie, Bremsen und Race-Optik. Preis und Verfügbarkeit folgen in Kürze.

Detailansicht des 2-Takt-Motors und Fahrwerks der Kawasaki KX85 L 2027
Nahaufnahme des Motors und Chassis der Kawasaki KX85 L Big-Wheel Motocross-Maschine (Foto: kawasaki.de)

Bilder: Hersteller

FAQ

Für wen ist die Kawasaki KX85 L 2027 die richtige Wahl?

Die Kawasaki KX85 L 2027 ist vor allem für ambitionierte Nachwuchsfahrer gedacht, die bereits erste Erfahrung im Motocross gesammelt haben und nun den nächsten Schritt machen wollen. Sie eignet sich weniger für absolute Anfänger, weil ihr Charakter auf sportlichen Einsatz und aktives Fahren ausgelegt ist. Besonders sinnvoll ist sie für Jugendliche, die kleineren Klassen entwachsen, aber für ein großes MX-Bike noch nicht bereit sind. Durch die Big-Wheel-Auslegung, das einstellbare Fahrwerk und die anpassbare Ergonomie bietet sie ein Motorrad, das mit Können, Körpergröße und sportlichem Anspruch mitwachsen kann.

Was macht die KX85 L technisch so interessant im Vergleich zu vielen anderen Jugend-Motocross-Bikes?

Besonders interessant ist an der KX85 L, dass Kawasaki ein erwachsen wirkendes Gesamtpaket geschaffen hat. Das Fahrwerk mit 43-mm-Gabel, einstellbarer Zugstufe, voll einstellbarem Federbein und überarbeitetem Umlenkungssystem zeigt, dass hier Rennsport im Fokus steht. Dazu kommen kräftige Bremsen, ein steifer Rahmen und eine Ergonomie, die auf aktiven Körpereinsatz ausgelegt ist.

Welche Rolle spielt die Big-Wheel-Version im Fahralltag und auf der Strecke?

Die Big-Wheel-Version sorgt mit der Kombination aus 19-Zoll-Vorderrad und 16-Zoll-Hinterrad für mehr Stabilität, bessere Laufruhe und ein insgesamt reiferes Fahrgefühl. Gerade auf ausgefahrenen Strecken mit Bremswellen, Spurrillen und harten Landungen kann das ein Vorteil sein. Junge Fahrer profitieren davon, weil das Motorrad berechenbarer reagiert und mehr Vertrauen vermittelt. Gleichzeitig erleichtert diese Auslegung oft den Umstieg aus kleineren Klassen, da sie den Schritt in Richtung größerer Rennmaschinen vorbereitet.