Die Afrikareise begann mit einem offiziellen Besuch bei der Federação Angolana de Motociclismo (FAM), die infolge der Neuordnung der Aktivitäten in den Bereichen Automobil und Motorrad im Jahr 2024 umbenannt worden war. Den Abschluss des Programms bildete die Teilnahme von FIM-Präsident Jorge Viegas und FIM-Africa-Präsident Marco Comana am „FIM Africa Motocross of African Nations“ (MXoAN) 2026 in Namibia.
Während ihres Besuchs in Angola trafen sich Jorge Viegas und der FAM-Präsident Marcos Fonseca mit dem angolanischen Minister für Jugend und Sport, Rui Falcão Pinto de Andrade. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Sicherung staatlicher Unterstützung für die Umgestaltung der dortigen Motocross-Strecke, da Angola im Jahr 2027 Gastgeber des „FIM Africa Motocross of African Nations“ (MXoAN) sein soll.
Der Minister sagte seine Hilfe und Unterstützung für das Projekt zu. Zudem stellte er Pläne für ein staatliches Vorhaben zum Bau einer neuen Rennstrecke im Süden Angolas vor, die für die Austragung von Formel-1- und MotoGP-Rennen ausgelegt sein soll. Im Anschluss besichtigte die Delegation die Motocross-Strecke von Luanda, auf der die Federação Angolana de Motociclismo im kommenden Jahr das MXoAN ausrichten möchte.

Anschließend reiste der FIM-Präsident nach Namibia, um der „FIM Africa Motocross of African Nations“ (MXoAN) 2026 beizuwohnen. Die Veranstaltung, die erstmals 1999 in Simbabwe stattfand, wurde in diesem Jahr zum 27. Mal ausgetragen – und zum dritten Mal in Namibia.
Vom 28. bis 30. August versammelten sich 180 Fahrer aus Angola, Botswana, Kenia, Madagaskar, Mosambik, Namibia, Südafrika, Uganda, Sambia und Simbabwe im Gallina Motocross Park in Windhoek. Die Wettbewerbe fanden in neun Kategorien statt: MX50, MX50 (Frauen), MX65, MX Lites, WMX, Veteranen und Masters, MX125, MX2 sowie MX1.
Die MXoAN 2026 markierte zudem einen wichtigen Meilenstein für die wachsende Nachhaltigkeitsbewegung von FIM Africa: Erstmals wurde der „FIM Africa Sustainability Award“ verliehen. Ross Branch, „FIM Ride Green“-Botschafter, war das gesamte Wochenende vor Ort und tauschte sich mit Fahrern, Familien und Fans aus, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und die gemeinsame Verantwortung der Motorradsport-Community zu schärfen – nämlich die Umwelt zu schützen, in der sie Rennen fahren darf. Der erste Nachhaltigkeitspreis ging an Angola; dies war ein weiterer bedeutender Moment im Rahmen der Rückkehr des Landes zur MXoAN.

Nach drei außergewöhnlichen Wettkampftagen wurde Südafrika zum Sieger der „FIM Africa Motocross of African Nations“ 2026 gekürt, gefolgt von Namibia auf dem zweiten und Uganda auf dem dritten Platz. Einige der unvergesslichsten Momente des Wochenendes ereigneten sich jedoch abseits der Rennstrecke.
FIM-Präsident Jorge Viegas sagte: „Dieser Besuch in Afrika war äußerst produktiv, und ich wurde während der gesamten Reise sehr herzlich empfangen. Besonders wichtig war es für mich, die FAM zum ersten Mal zu besuchen, mehr über ihre Ambitionen zur Förderung des Motorradsports in Angola zu erfahren und mich über die Vorbereitungen zur Ausrichtung der MXoAN im Jahr 2027 zu informieren.“
„Die 27. Ausgabe der MXoAN in Namibia hat alle Erwartungen erfüllt. Ich war beeindruckt von der Professionalität der Organisatoren und der Begeisterung der Teilnehmer. Ich möchte allen teilnehmenden Verbänden sowie den Fahrern, ihren Familien und allen, die zu diesem intensiven Wettkampfwochenende beigetragen haben, gratulieren und ihnen danken. Mein Dank gilt auch all jenen, die ich während dieses unvergesslichen Besuchs in Angola und Namibia getroffen habe.“

Bilder: FIM


