Mit der CFMOTO 700MT schiebt sich ein weiteres Adventure-Bike ins Blickfeld all jener, die Reiseenduro-Feeling ohne Luxuspreis suchen. Der Fokus liegt auf Alltagstauglichkeit und Tourenkomfort, ohne den Anspruch, in der Oberliga der Highend-Reiseenduros mitzuspielen. Gerade für Fahrerinnen und Fahrer, die von einem kleineren Bike aufsteigen oder nach einem unkomplizierten Reisepartner suchen, wirkt das Konzept der 700MT schlüssig.


Herzstück der Maschine ist ein 693 cm³ großer Zweizylinder-Reihenmotor mit flüssigkeitsgekühltem Triebwerk. 68 PS klingen auf dem Papier unspektakulär, reichen in der Praxis aber für flotte Landstraßenetappen, Überholmanöver mit Reserven und auch längere Autobahnetappen. Viel entscheidender für entspanntes Reisen ist das maximale Drehmoment von 60 Nm, das für ordentlichen Durchzug aus dem mittleren Drehzahlbereich sorgt. Wer gern mit Gepäck und eventuell Sozius unterwegs ist, wird eher die Elastizität als die Spitzenleistung schätzen.
Tourentaugliches Konzept mit 20-Liter-Tank
Die Auslegung der CFMOTO 700MT zielt auf die Reise- und Alltagsfraktion unter den Adventure-Fans. Ein 20-Liter-Tank sorgt für eine solide Reichweite, die lange Etappen ohne ständiges Tanken ermöglicht – ein Pluspunkt für Pendler wie auch für Wochenendtouren in den Alpen. Gerade wer häufig in Regionen mit dünner Tankstellendichte unterwegs ist, weiß Reserven im Tank schnell zu schätzen.

Mit einer Sitzhöhe von 800 mm bleibt die 700MT auch für durchschnittlich große Fahrer gut beherrschbar. In einer Zeit, in der viele Reiseenduros mit hohen Sitzbänken und wuchtigen Aufbauten eher an Klettergeräte erinnern, wirkt dieser Wert angenehm bodenständig. Mehr Kontrolle im Stand und beim Rangieren bedeutet letztlich auch mehr Sicherheit auf Schotterparkplätzen, Feldwegen oder engen Stellplätzen vor der Garage. Wer bisher vor großen Adventure-Bikes zurückgeschreckt ist, findet hier eine vergleichsweise zugängliche Alternative.
Das serienmäßige Ausstattungspaket unterstreicht den Reisefokus. Handguards schützen die Hände vor Fahrtwind, Dreck und leichten Ästen auf Schotterpassagen und die integrierte Motorschutzplatte hält Steinschläge und Bodenkontakt vom Triebwerk fern. Damit ist die 700MT nicht als Hardcore-Enduro gedacht, aber sie scheut auch Schlechtwege und leichte Offroad-Abstecher nicht.
5-Zoll-TFT und Elektronik für moderne Tourer
Elektronisch zeigt sich die CFMOTO 700MT auf der Höhe der Zeit. Ein 5-Zoll-TFT-Farbdisplay liefert alle relevanten Informationen klar und gut ablesbar, egal ob auf der morgendlichen Pendelstrecke im Halbdunkel oder in gleißender Mittagssonne auf dem Pass. Wer längere Touren plant, schätzt eine übersichtliche Anzeige von Geschwindigkeit, Drehzahl und Bordinfos – hier setzt das Display einen Kontrapunkt zu einfachen LCD-Instrumenten in dieser Preisklasse.

Ein zentrales Sicherheitsfeature ist die Traktionskontrolle (TCS). Sie unterstützt auf nassen Straßen, verschmutztem Asphalt oder losem Untergrund beim Herausbeschleunigen aus Kurven. Für eine Reiseenduro, die oft mit Gepäck und eventuell Beifahrer unterwegs ist, bedeutet das zusätzlichen Sicherheitsgewinn. Ergänzt wird das Ganze durch ein ABS-Bremssystem, das beim harten Ankern Stabilität bietet und Blockierneigung reduziert. In Summe entsteht ein Elektronikpaket, das vor allem all jene anspricht, die nicht ständig am Limit, aber gern souverän unterwegs sind.
Voll-LED-Beleuchtung inklusive Scheinwerfer sorgt für moderne Optik und bessere Sichtbarkeit im Verkehr. Für die Praxis zählt hier neben dem Design vor allem die Ausleuchtung in der Nacht und die gute Wahrnehmung durch andere Verkehrsteilnehmer. Wer auch im Herbst und Winter unterwegs ist, wird die verlässliche Lichtausbeute zu schätzen wissen.
Faszinierendes Komfortdetail: Heizgriffe und Sitzheizung
Ein Detail, das die CFMOTO 700MT von vielen Mitbewerbern ihrer Preisregion abhebt, ist das umfangreiche Komfortpaket mit Heizgriffen und beheizter Fahrersitzbank ab Werk. Während Heizgriffe inzwischen häufiger zu sehen sind, bleibt eine integrierte Sitzheizung in dieser Klasse eher die Ausnahme. Für Ganzjahresfahrer ist dieses Feature ein echter Gamechanger.
Wer morgens bei einstelligen Temperaturen losfährt oder auf einer abendlichen Rückfahrt im Gebirge unterwegs ist, profitiert enorm von der Kombination aus warmen Händen und einem angenehm temperierten Sitz. Die Muskeln entspannen sich besser, die Konzentration bleibt länger hoch, und das bekannte Frösteln, das sich über die Stunden einschleicht, bleibt aus. Dazu kommt, dass viele Hersteller solche Features nur als aufpreispflichtige Extras oder in teuren Ausstattungspaketen anbieten. Hier ist das Komfortpaket integraler Bestandteil des Gesamtkonzepts und macht die 700MT für Tourenfahrer interessant.
Die verstellbare Windschutzscheibe passt dazu perfekt ins Bild. Je nach Körpergröße und Helmart lässt sich der Windschutz anpassen, um Verwirbelungen zu reduzieren und Langstreckenkomfort zu erhöhen. Gerade auf Autobahnetappen macht eine gut funktionierende Scheibe den Unterschied zwischen entspannter Ankunft und steifem Nacken.
Optik, Alltag und Preisgestaltung der CFMOTO 700MT
Optisch tritt die CFMOTO 700MT mit klaren Linien und ohne übertriebene Verspieltheit auf. Die beiden Farbvarianten Nebula White und Nebula Black decken klassisch-hell und dezent-dunkel ab. Wer seine Maschine gern mit Koffern, Tankrucksack und weiterem Zubehör ausstattet, findet mit dieser unaufgeregten Gestaltung eine solide Basis – das Motorrad drängt sich optisch nicht in den Vordergrund, sondern bleibt ein funktionales Werkzeug mit eigenständigem Charakter.
Im Alltag profitieren Fahrer von der moderaten Sitzhöhe, der praxisnahen Ergonomie und der robust wirkenden Schutzperipherie. Für Pendelstrecken ist die Kombination aus gut dosierbarer Leistung, zeitgemäßer Elektronik und ordentlicher Reichweite interessant. Gleichzeitig bleibt genug Reserven, um am Wochenende kleine Enduro-Schleifen oder mehrtägige Touren zu fahren, ohne gleich das Gefühl zu haben, ein schweres Reisedampfschiff bewegen zu müssen.
Auch beim Thema Absicherung positioniert sich die 700MT auffällig: Eine Garantie von 4 Jahren oder 40.000 km zeigt, dass der Hersteller Vertrauen in die eigene Technik signalisiert. Vor allem Einsteiger in die Adventure-Klasse, die vielleicht ihr erstes neues Motorrad erwerben, bekommen so ein zusätzliches Sicherheitsgefühl.
Abschließend bleibt die Preisgestaltung, die das Gesamtpaket abrundet. In Deutschland wird die CFMOTO 700MT zu einem Preis von 6.999 Euro angeboten, in Österreich liegt der Preis bei 7.999 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Für wen ist die CFMOTO 700MT besonders geeignet – Einsteiger oder erfahrene Tourenfahrer?
Die 700MT richtet sich vor allem an Fahrerinnen und Fahrer, die eine unkomplizierte Reiseenduro für Alltag und Tour suchen, ohne in die Premium-Preisregion vorzustoßen. Durch die moderate Sitzhöhe von 800 mm wirkt sie zugänglich, besonders für Umsteiger von kleineren Motorrädern oder Menschen, die bei sehr hohen Adventure-Bikes unsicher stehen. Gleichzeitig ist sie tourentauglich genug für erfahrene Fahrer: 68 PS und 60 Nm bieten ausreichend Reserven für Landstraße, Autobahn und Fahrten mit Gepäck oder Sozius – souverän statt extrem sportlich.
2) Reicht die Leistung (68 PS) für längere Reisen, Autobahn und Überholen mit Gepäck wirklich aus?
Ja, im Kontext einer reisefokussierten Mittelklasse-Enduro ist die Leistung sinnvoll gewählt. Wichtiger als reine Spitzen-PS ist auf Tour oft das nutzbare Drehmoment: Mit 60 Nm aus dem mittleren Drehzahlbereich lässt sich die Maschine entspannt fahren, ohne ständig hohe Drehzahlen zu benötigen. Das hilft besonders beim Überholen, beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder wenn zusätzlich Gepäck und eventuell ein Beifahrer an Bord sind. Für lange Autobahnetappen ist ebenfalls genügend Power vorhanden, auch wenn die 700MT keine Highend-Reiseenduro für Dauer-Extremtempo sein will.
3) Welche Ausstattung macht die 700MT im Alltag und auf Tour besonders attraktiv – und wo liegen die Grenzen?
Stärken sind die praxisnahe Serienausstattung und der klare Tourenfokus: 20-Liter-Tank für gute Reichweite, 5-Zoll-TFT für Übersicht, ABS und Traktionskontrolle für Sicherheit sowie Voll-LED-Licht für bessere Sichtbarkeit. Dazu kommen Handguards und Motorschutzplatte, die kleine Offroad-Abstecher und schlechte Wege realistischer machen. Ein echtes Komfort-Highlight sind Heizgriffe und Sitzheizung ab Werk – in dieser Preisklasse selten. Grenzen gibt es dort, wo „Hardcore-Enduro“ beginnt: Für schweres Gelände ist sie nicht konzipiert, sondern für Schotter, Feldwege und Reisealltag.


