Rally-Optik trifft ernsthafte Technik für Abenteuer
Mit der DesertX und der umfangreich ausgerüsteten DesertX Discovery positioniert Ducati eine Reise-Enduro, die deutlich Richtung Rallye- und Wüsten-Einsatz schielt, ohne dabei den Alltag und lange Etappen zu vergessen. Während die Standard-Variante im dezenten Star White Silk auftritt, setzt die Discovery mit ihrer Thrilling Black/Ducati Red-Lackierung optisch ein klares Statement: Dieses Motorrad ist bereit für Schotter, Pisten und ausgedehnte Touren, gerne auch mit Gepäck und Sozius.

Herzstück beider Modelle ist der 937 cm³ große Testastretta-11°-L-Twin mit 110 PS (81 kW) bei 9.250 U/min und 92 Nm Drehmoment bei 6.500 U/min. Er liefert kräftigen Druck aus dem mittleren Drehzahlbereich und genug Spitzenleistung für schnelle Etappen, ohne nervöses Verhalten. Die Euro-5-Abstimmung mit Ride-by-Wire sorgt für effiziente und dosierbare Leistungsabgabe, was besonders nützlich ist, wenn der Untergrund wechselt.
Der Stahl-Gitterrohrrahmen ist auf Stabilität bei hohem Tempo und ruppigen Pisten ausgelegt. Der lange Radstand von 1.608 mm sorgt in Kombination mit der Geometrie für Spurtreue. Die Auslegung als Zweisitzer macht die DesertX zu einer soliden Reisebegleiterin, nicht nur für solo Offroad-Einsätze.
Fahrwerk, Federwege und Offroad-taugliche Räder
Das Fahrwerk umfasst eine voll einstellbare Kayaba-Upside-down-Gabel vorn und ein einstellbares Kayaba-Federbein hinten. Mit 230 mm Federweg an der Front und 220 mm am Heck eignet sie sich für tiefe Schlaglöcher und grobe Wege, ohne Instabilität.

Die Speichenräder messen 2,15 x 21 Zoll vorn und 4,5 x 18 Zoll hinten, mit Pirelli Scorpion Rally STR-Reifen. Das bietet Traktion im Gelände und Reserven auf Asphalt, mit präziser Lenkung in stehenden Passagen.
Die Sitzhöhe beträgt 875 mm und richtet sich an großgewachsene Fahrer. Ducati bietet Anpassungen wie höhere oder niedrigere Sitze und ein Tieferlegungskit, um die Ergonomie für verschiedene Körpergrößen zu optimieren, ohne den Offroad-Charakter zu verlieren.

Bremsen, Elektronik und Sicherheitsnetz
Die Bremsanlage umfasst zwei 320-mm-Scheiben vorn mit Brembo-Sätteln und eine 265-mm-Scheibe hinten. Ein kurvenabhängiges Bosch-ABS dosiert die Bremskräfte intelligent, auch in Schräglage, und ist im Gelände anpassbar.

Zusätzlich gibt es Traktionskontrolle, Wheelie Control, Engine Brake Control, verschiedene Riding- und Power-Modes sowie einen Quickshifter. Ein Tempomat erleichtert lange Strecken. Alle Funktionen werden über ein 5-Zoll-TFT-Display gesteuert. Das LED-Lichtsystem mit Tagfahrlicht verbessert die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.
Discovery: Reisetauglich ab Werk ausgestattet


Die Discovery-Version kommt ab Werk mit Motorschutzbügeln, Schutzteilen für Kühler und Pumpe, Handprotektoren, höherem Windschild und Hauptständer. Aluminium-Seitenkoffer mit 76 Litern Volumen eignen sich für Gepäck auf Touren.
Heizgriffe, ein Multimediasystem mit Navigation, Steckdosen, automatische Blinkerabschaltung und ein Lenkungsdämpfer sind serienmäßig. Vorbereitete Anschlüsse erlauben Nachrüstungen wie Alarmanlage oder Zusatztank. Der 21-Liter-Haupttank und ein Verbrauch von 5,6 l/100 km ermöglichen gute Reichweiten.
Antrieb, Wartung und Zielgruppe der DesertX
Der Antrieb mit abgestuftem Getriebe und O-Ring-Kette sorgt für traktionsstarkes Anfahren und entspannte Reisetempi. Die Anti-Hopping-Kupplung verhindert unkontrollierte Bewegungen beim Bremsen auf losem Untergrund.
Serviceintervalle liegen bei 15.000 km oder 24 Monaten, mit Ventilspielcheck alle 30.000 km. Eine vierjährige Garantie ohne Kilometerlimit unterstreicht die Zuverlässigkeit. Eine 35-kW-Version ist für A2-Führerschein verfügbar. Das Gewicht beträgt 210 kg, was sie im Gelände beherrschbar macht, besonders für erfahrene Fahrer. Die Discovery eignet sich für Paare auf Schottertouren.
Der Preis für die Standardversion startet bei 17.090 Euro, die Discovery ab 19.390 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Für wen ist die Ducati DesertX (und besonders die Discovery) am sinnvollsten geeignet?
Die DesertX richtet sich an Fahrer, die regelmäßig Schotter und Pisten befahren, aber eine vollwertige Reise-Enduro wollen. Die Discovery ist ideal für diejenigen, die ab Werk mit Schutzteilen und Koffern starten möchten. Für Stadtverkehr oder kleine Fahrer ist ein Probesitzen ratsam.
2) Was bedeuten die technischen Daten (110 PS, 230/220 mm Federweg, 21-Liter-Tank) in der Praxis?
Die 110 PS und 92 Nm sorgen für souveränes Vorankommen, auch mit Gepäck. Die Federwege schlucken Unebenheiten im Gelände effektiv. Der Tank erlaubt gute Reichweiten bei 5,6 l/100 km Verbrauch.
3) Wie alltagstauglich ist die DesertX trotz Offroad-Fokus (Elektronik, Komfort, Wartung)?
Elektronik wie ABS und Fahrmodi erleichtern das Fahren in verschiedenen Bedingungen. Komfortfeatures wie Tempomat und Heizgriffe (bei Discovery) machen lange Strecken erträglich. Die Wartungsintervalle sind praxisorientiert, aber Sitzhöhe und Gewicht sollten berücksichtigt werden.


