Die KTM 350 EXC-F 2027 geht mit einem klaren Versprechen an den Start: Sie will die Lücke zwischen spielerischer 250er und druckvoller 450er nicht nur schließen, sondern für viele Enduro-Fahrer zur eigentlichen Idealzone machen. Die Mischung aus Agilität, kontrollierbarer Leistung und echter Vielseitigkeit hat der 350er im Gelände einen festen Platz verschafft. Seit dem Debüt im Jahr 2012 gilt sie als eine der spannendsten Optionen für alle, die in technische Sektionen eintauchen, auf schnellen Verbindungsetappen Tempo machen und dabei nie das Gefühl verlieren wollen, gegen das Motorrad arbeiten zu müssen.

Für 2027 bleibt die Richtung klar: keine Effekthascherei, sondern eine konsequent auf Fahrbarkeit und Performance ausgelegte Enduro. Die 350 EXC-F setzt auf Berechenbarkeit, Traktion, sauberes Feedback und einen Aufbau, der im Gelände Sinn ergibt.
Zwischen 250er-Leichtigkeit und 450er-Druck
Der Kern dieser Maschine ist ein 1-Zylinder-4-Takt-Motor mit 349,7 cm³ Hubraum. KTM beziffert das Gewicht des kompakten Aggregats auf 28,8 kg. Dazu kommt eine um 2° nach hinten geneigte Einbaulage, die dem Schwerpunkt zugutekommt. Ein Motorrad, das zentralisiert wirkt, lässt sich in Spurrillen, beim Umlegen zwischen Wurzeln und in ausgefahrenen Auffahrten deutlicher platzieren.

Die 350 EXC-F ist auf Performance ausgelegt, ohne den Charakter eines nervösen Hochdrehzahlmotors anzunehmen. Das Low-Friction-Design und die drehfreudige Auslegung passen zu Fahrern, die einen aktiven Stil mögen, aber nicht permanent mit brutaler Spitzenleistung beschäftigt sein wollen. Das 6-Gang-Getriebe unterstreicht den breiten Einsatzbereich. Wer Enduro als langen Tag mit unterschiedlichstem Terrain versteht, findet hier ein Motorrad, das viele Rollen glaubwürdig ausfüllt.
Die Stärke liegt in der Fahrbarkeit
In dieser Klasse ist die faszinierendste Eigenschaft der KTM 350 EXC-F ihre Balance. Für ambitionierte Hobbyfahrer bedeutet das mehr Reserven am Berg und auf schnellen Passagen, ohne in engen Sektionen das Gefühl eines übermächtigen Motors bändigen zu müssen.
Fahrwerk, das im Gelände wirklich mitdenkt
Die Enduro-Reihe bietet ein vollständig werkzeugloses Fahrwerks-Setup vorne wie hinten. Am Heck erlaubt die PDS-Technologie mit handverstellbarer Dual-Compression-Einstellung eine Anpassung von High- und Low-Speed-Dämpfung in Sekundenschnelle. Vorn lässt sich die Gabel über handverstellbare Klicker am unteren Gabelschuh und an der oberen Gabelkappe abstimmen.


Im echten Enduro-Alltag ist das mehr als ein Komfortdetail. Wer morgens auf steinigem Untergrund startet, später auf schnelleren Waldwegen unterwegs ist und am Nachmittag in tiefen, ausgefahrenen Boden eintaucht, weiß diese schnelle Anpassbarkeit zu schätzen. Dazu passt das PDS-Hinterraddämpferkonzept, das das Anti-Squat-Verhalten verbessert und im Wettbewerb für seine Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit geschätzt wird. Am Heck arbeitet ein leichter WP XPLOR PDS-Hinterraddämpfer, vorne eine WP XACT-USD-Gabel mit 48 mm Durchmesser.
Auch der schwarz pulverbeschichtete Rahmen folgt dieser Offroad-Logik. Er ist auf Längssteifigkeit ausgelegt, liefert außergewöhnliches Fahrerfeedback, nimmt Energie kontrolliert auf und soll hohe Stabilität bei höherem Tempo bieten. Die schlanken Fußrastenaufnahmen reduzieren das Risiko, im Gelände hängen zu bleiben.

Wenn Kontrolle wichtiger ist als reine Härte
Die 350 EXC-F setzt nicht auf den Eindruck maximaler Steifigkeit, sondern auf ein Zusammenspiel aus Feedback, Stabilität und Energieaufnahme. Das macht moderne Sportenduros auf schwierigem Untergrund schnell und zugleich weniger kräftezehrend.
Ergonomie für harte Tage und lange Etappen
Wer viel im Stehen fährt, schaut bei einer Enduro zuerst auf die Bewegungsfreiheit. Die KTM Enduro-Reihe setzt auf ein fahrerorientiertes Body-Position-Dreieck, verbesserten Knieschluss und rundum optimierte Griffflächen. Das flache Sitzprofil mit High-Grip-Sitzbankbezug schafft Bewegungsfreiheit und Kontrolle, während die Kunststoffteile Schlamm bei nassen Bedingungen ableiten.

Hinzu kommt ein polyamidverstärkter Aluminium-Heckrahmen, der präzises Feedback und ein direktes Fahrgefühl vermitteln soll. Wenn das Heck sauber rückmeldet, wird das Motorrad auf rutschigem Untergrund kalkulierbarer. Gerade auf langen Runden, wenn die Kraft nachlässt und die Linie nicht mehr auf den Zentimeter perfekt sitzt, wird aus guter Ergonomie ein Vorteil.

Praktisch gedacht ist auch der Luftfilterkasten. Er ist auf maximalen Luftstrom bei minimalem Wassereintritt ausgelegt, die Einlasskanäle sind präzise positioniert, und ein spezieller Spritzschutz unter der Airbox hält zusätzlich Wasser und Schmutz vom Hinterrad fern. Der Twin Air-Luftfilter ist werkzeuglos zugänglich und mit einer ausfallsicheren Aufnahme versehen.

Clevere Details für den harten Offroad-Alltag
Im rauen Einsatz entscheiden oft die unspektakulären Lösungen über Vertrauen und Alltagstauglichkeit. Die Bedienelemente sind benutzerfreundlich gehalten: rechts sitzt ein schlanker Start-/Stopp-Schalter, links kann optional ein Map-Select-Schalter montiert werden. Mit ihm lassen sich zwei Motorkennfelder anwählen: Map 1 und Map 2.

Ebenso praxisnah ist der CPC-Kraftstoffanschluss mit Schutzkappe. Sie hält Schmutz fern, schützt vor unbeabsichtigtem Öffnen und bietet zusätzlichen Schutz gegen Äste oder Steine. Der kompakte Kraftstofffilter im Kraftstoffschlauch bleibt sicher an Ort und Stelle und ist leicht zugänglich. Dazu kommt das Elektrostartsystem mit ultraleichter 2-Ah-Lithium-Ionen-Batterie. Viele elektrische Komponenten sind unter der Sitzbank im Kabelbaum integriert und damit schnell erreichbar.
OCU: kleines Bauteil, große Wirkung
Besonders ist die Offroad Control Unit unter der Sitzbank. Sie ersetzt sämtliche elektronischen Sicherungen und Relais, steuert die Ausgänge kontinuierlich anhand der Signale von Spannungsregler und ECU und zeigt den Status jedes Ausgangs per roter oder grüner LED an. Bei Überstrom werden die einzelnen Ausgänge gezielt deaktiviert. Im Fall eines Problems lässt sich die Diagnose auf dem Trail durch einfaches Anheben der Sitzbank angehen.
Komplettiert wird das Paket von einer auf Performance und geringes Gewicht ausgelegten Auspuffanlage mit zweiteiligem, eng am Motor geführtem Krümmer zur Massenzentralisierung, einem kurzen Aluminium-Schalldämpfer mit mattschwarzer Beschichtung sowie hochfesten GIANT-Leichtmetallrädern mit CNC-gefrästen Naben, Aluminium-Speichennippeln und Maxxis MaxxEnduro-Reifen.
Das Gewicht ohne Kraftstoff beträgt 106,8 kg. Der Listenpreis für die KTM 350 EXC-F liegt bei 11.749,00 Euro inklusive 19 % MwSt.; zusätzlich fallen Überführungs- und Nebenkosten in Höhe von 495,00 Euro an.
Bilder: Hersteller
FAQ
Für wen ist die KTM 350 EXC-F die richtige Wahl?
Die KTM 350 EXC-F ist vor allem für Fahrer interessant, die ein Motorrad suchen, das Kraft und Kontrolle in ein ausgewogenes Verhältnis bringt. Sie eignet sich für ambitionierte Hobbyfahrer, sportliche Enduro-Piloten und alle, die zwischen engen technischen Passagen und schnellen Verbindungsetappen unterwegs sind. Im Vergleich zu einer 450er wirkt sie oft weniger fordernd, liefert aber dennoch genug Druck für steile Anstiege und zügiges Tempo. Gleichzeitig bleibt sie agiler und leichter beherrschbar.
Was macht das Fahrwerk der KTM 350 EXC-F im Gelände besonders?
Besonders stark ist die 350 EXC-F dort, wo Untergründe und Anforderungen ständig wechseln. Das werkzeuglos einstellbare Fahrwerk erlaubt schnelle Anpassungen. Das ist ein Vorteil, wenn morgens Steine, später Waldwege und danach tiefe Spurrinnen auf dem Programm stehen. Die Kombination aus WP XACT-USD-Gabel und WP XPLOR PDS-Hinterraddämpfer zielt auf Rückmeldung, Traktion und Stabilität.
Warum gilt die KTM 350 EXC-F als besonders alltagstaugliche Sportenduro?
Alltagstauglich ist die KTM 350 EXC-F bezogen auf den harten Enduro-Alltag. Viele Details zeigen, dass sie für echte Einsätze entwickelt wurde: der werkzeuglos zugängliche Luftfilter, die gut erreichbaren elektrischen Komponenten unter der Sitzbank, die Offroad Control Unit zur schnellen Diagnose und die robuste, auf Massenzentralisierung ausgelegte Bauweise. Dazu kommen Ergonomie, gute Bewegungsfreiheit und durchdachte Bedienelemente.


