Beta RR Race 390 4T Enduro-Motorrad in blau-roter Lackierung seitlich aufgenommen
Seitenansicht der Beta RR Race 390 4T in Rennoptik (Foto: betamotor.com)

Beta RR Race 390 4T 2026: Balance, die trägt

Die Beta RR Race 390 4T 2026 ist eine Enduro für Fahrer, die auf dem Trail keine Extreme suchen, sondern ein Motorrad, das zwischen ihnen vermittelt. Dieses Modell steht in der RR-Race-Familie zwischen 350, 430 und 480. Mit 385,6 cm³ Hubraum, 107,5 kg Trockengewicht und einer Sitzhöhe von 950 mm richtet sich die 390 an sportlich orientierte Piloten, die Kontrolle höher bewerten als bloße Spitzenleistung.

Detailansicht des Rahmens, Motors und Vorderrades der Beta RR Race 390 4T Enduro
Detailaufnahme des Chassis und Motors der Beta RR Race 390 4T (Foto: betamotor.com)

Wenn Traktion wichtiger ist als rohe Gewalt

Im Zentrum steht ein Einzylinder-Viertaktmotor mit 88 mm Bohrung und 63,4 mm Hub. Neue Mappings sollen für eine linearere Leistungsabgabe über den gesamten Drehzahlbereich sorgen. Die RR Race 390 4T überträgt ihre Kraft sauber und kontinuierlich. Gerade auf schlammigem Untergrund, in rutschigen Auffahrten oder in langsamen, verwinkelten Passagen zählt genau diese Eigenschaft.

Der Motor mit dem goldenen Mittelweg

Die besondere Stärke der 390 liegt im früh anliegenden Drehmoment. Es sorgt für Stabilität und Kontrolle dort, wo hektische Leistungsentfaltung mehr schadet als hilft. Die Beta wirkt für diese Bedingungen gedacht, ohne auf schnellen, flüssigen Strecken aus dem Konzept zu geraten.

Nahaufnahme des Viertaktmotors und Rahmens der Beta RR Race 390 4T
Detailaufnahme des Motors und Rahmens der Beta RR Race 390 4T Enduro (Foto: betamotor.com)

Ein Fahrwerk für enge Linien und harte Einsätze

Zum Charakter des Motorrads passt der kompakte Rahmen aus Molybdän-Stahl mit integrierter Mikroguss-Lenkgabel. Mit 1.476 mm Radstand, 2.180 mm Gesamtlänge, 830 mm Gesamtbreite und 335 mm Bodenfreiheit ist die RR Race 390 4T auf sportlichen Geländeeinsatz zugeschnitten.

Vorn arbeitet eine hydraulische USD-Gabel mit 48-mm-Standrohren, hinten ein Monoshock mit progressiver Hebelei. Der Federweg beträgt 300 mm vorn und 287 mm hinten. In der Race-Ausführung kommt eine Kayaba-AOS-Gabel mit geschlossener Kartusche zum Einsatz. Druck- und Zugstufeneinstellung erlauben die Anpassung an Strecke, Tempo und Vorlieben des Fahrers.

Kayaba USD-Gabel mit roten Einstellern an der Beta RR Race 390 4T
Detailansicht der hochwertigen Kayaba USD-Gabel mit Einstelloptionen an der Beta RR Race 390 4T (Foto: betamotor.com)

Faszinierend: die Ruhe im rauen Gelände

Das vollständig anpassbare Kayaba-C46-RCU-Federbein mit externen Einstellungen für Druck bei hohen und niedrigen Geschwindigkeiten sowie Zugstufe gilt als Referenz für Konstanz und Traktion unter harten Bedingungen. Genau hier entsteht das Vertrauen, das viele schnelle Enduro-Fahrer suchen: ein Motorrad, das nicht nervös wird, wenn der Untergrund schlechter wird.

Kayaba-C46-RCU-Federbein für die Beta RR Race 390 4T als Einzelkomponente vor weißem Hintergrund
Das hochwertige Kayaba-Federbein sorgt für präzises Fahrverhalten der Beta RR Race 390 4T im Gelände. (Foto: betamotor.com)

Renntechnik, die im Alltag eines Endurofahrers zählt

Die Vorderradachse besitzt einen Schnellverschluss mit rot eloxierter Entriegelung. Rennfußrasten aus Ergal mit austauschbaren Stahlstiften fallen schmaler aus, um die Fußbewegung zu erleichtern. Auch die roten Kettenspanner aus eloxiertem Ergal sind leicht und widerstandsfähig.

Kontrolle per Daumen

Über den Map-Schalter lassen sich zwei Motorkennfelder anwählen: Full Power und Soft. Full Power stellt die volle Leistung und das direkte Ansprechverhalten bereit. Soft glättet die Kraftentfaltung und macht das Motorrad auf rutschigem Terrain besser kontrollierbar. Über denselben Schalter wird auch die Stufe der Traktionskontrolle gewählt.

Map-Schalter und Cockpit der Beta RR Race 390 4T aus der Fahrerperspektive
Detailansicht des Map-Schalters am Lenker der Beta RR Race 390 4T Enduro (Foto: betamotor.com)

Technische Daten mit klarem Enduro-Fokus

Die RR Race 390 4T fährt auf 21-Zoll-Vorderrad und 18-Zoll-Hinterrad, bestückt mit Reifen im Format 90/90-21 vorn und 140/80-18 hinten. Gebremst wird mit einer 260-mm-Wave-Scheibe samt schwimmender Doppelkolben-Bremszange vorn und einer 240-mm-Wave-Scheibe mit schwimmender Einkolben-Bremszange hinten. Der Tank fasst 9,0 l, davon 2,3 l Reserve.

Beta RR Race 390 4T Detailbild von Tank, Rahmen und Vorderradbereich
Detailaufnahme des Tanks, Rahmens und der Verkleidung der Beta RR Race 390 4T Enduro (Foto: betamotor.com)

Der Motor ist als flüssigkeitsgekühlter 1-Zylinder-4-Takt ausgelegt, mit DOHC-Schlepphebeln und vier Titanventilen. Die Verdichtung beträgt 12,48:1, gestartet wird elektrisch, der Generator stammt von Kokusan. Genannt werden außerdem eine doppelte elektronische Einspritzung von Elldor, eine Drosselklappe mit 42 mm von Synerject, zwei Ölpumpen, ein 6-Gang-Getriebe und ein Verbrauchswert von 3,3 l/100 km.

Warum gerade die 390 im Gelände so viel Sinn ergibt

Die Beta RR Race 390 4T wurde dafür entwickelt, stets die richtige Mischung aus Agilität und Schub zu liefern. Kompaktes Chassis, Kayaba-Race-Federelemente, lineare Mappings und ein Motor, der Traktion über Show stellt, bilden die technische Grundlage. Eine 350er kann in tiefem Boden oder am Berg etwas mehr Nachdruck vertragen, eine 430 oder 480 fordert auf engem Terrain mehr Disziplin. Die 390 trifft die Lücke dazwischen. Einen Preis nennt die vorliegende Information nicht.

Bilder: Hersteller

FAQ

Für wen eignet sich die Beta RR Race 390 4T am besten?

Die Beta RR Race 390 4T eignet sich für Enduro-Fahrer, die ein sportliches Motorrad mit kontrollierbarer Leistungsentfaltung suchen. Sie spricht Piloten an, denen eine 350er in manchen Situationen zu sanft erscheint, die aber eine 430 oder 480 auf engem, technischem Terrain als zu fordernd empfinden.

Was macht den Motor der RR Race 390 4T im Gelände so interessant?

Die RR Race 390 4T setzt auf eine lineare Kraftabgabe mit früh anliegendem Drehmoment. Auf rutschigem Waldboden, in Spurrinnen, an steilen Auffahrten oder zwischen Steinen hilft ein Motor, der berechenbar reagiert und die Traktion nicht abrupt zerstört.

Warum ist die 390er innerhalb der Beta-Race-Baureihe so eine spannende Wahl?

Die 390er verbindet die Wendigkeit und Leichtfüßigkeit kleinerer Modelle mit einem Schubniveau, das auf schwierigem Terrain echte Reserven bietet. Wer sowohl enge Waldpassagen als auch schnellere Abschnitte fährt, bekommt hier ein vielseitiges Gesamtpaket.