Elektro-Enduro für alle, die lange fahren wollen
Wer denkt, Elektro-Enduros seien nur etwas für Kurzstrecken und Spielereien im Feldweg, dürfte bei der Cheetah E-XE880 überrascht sein. Das Bike wiegt 108 kg und bietet bis zu 215 km Reichweite – ein ungewöhnlicher Wert für ein geländetaugliches Motorrad mit Straßenzulassung. Es richtet sich an Fahrer, die im Enduro- und leichten MX-Bereich unterwegs sind und auf ein lokal emissionsfreies Konzept setzen.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h ist es keine reine Trial-Maschine, sondern eine vollwertige Enduro, die auf Landstraßen nicht behindert. 37 kW Leistung und 880 Nm Drehmoment am Hinterrad zählen im Gelände mehr als hohe Geschwindigkeit. Auf losem Untergrund wie Schotter, Sand oder nassen Waldwegen sorgt die Kombination aus niedrigem Gewicht und spontanem Drehmoment für ein direktes Fahrgefühl.
Geometrie und Fahrwerk im Format klassischer Enduros
Die Abmessungen der Cheetah E-XE880 orientieren sich an konventionellen Sportenduros: 2170 mm Länge, 825 mm Breite, 1350 mm Höhe und 1480 mm Radstand. Mit 950 mm Sitzhöhe und 350 mm Bodenfreiheit eignet sie sich für anspruchsvolles Gelände wie Auffahrten, Spurrillen oder Wurzelpassagen. Die Geometrie ist auf aktives Fahren ausgelegt, nicht auf Komforttouren.

Vorn rollt ein 80/100-21-Reifen, hinten ein 120/100-18 – das typische Enduro-Setup für Präzision und Traktion. Das Fahrwerk umfasst eine 48-mm-Gabel mit einstellbarer Dämpfung und 300 mm Federweg vorne sowie ein einstellbares Federbein mit 300 mm Weg hinten. Das entspricht Sportniveau für Enduro-Prüfungen und MX-ähnliche Abschnitte.


Bremsen, Batterie und Rekuperation im Offroad-Kontext
Die Bremsen stammen von J.Juan, einem etablierten Hersteller im Offroad-Bereich. Bei einem leichten Motorrad mit hohem Drehmoment sind dosierbare Bremsen essenziell, besonders auf engen Wegen oder in Trial-Passagen.
Die 90-V-Batterie hat 75 Ah Kapazität (6,75 kWh). Die Reichweite von 215 km gilt bei 35 km/h, passend für technische Enduro-Passagen. Die Misch-Fahrzeit beträgt etwa 5,5 Stunden pro Ladung, was für Wochenendtouren ausreicht.

Die einstellbare Rekuperation beeinflusst das Fahrgefühl: Von freiem Rollen für sandige Passagen bis zu spürbarer Motorbremse für Abfahrten. Das erlaubt Anpassung an Vorlieben, ähnlich wie bei Zweitaktern.
Fahrmodi von Novice bis MX: eine Plattform für alle
Die Cheetah E-XE880 bietet fünf Fahrmodi: Novice, Trial, Enduro, Rally und MX. Jeder mit anpassbaren Leistungs- und Drehmomentkurven, von einsteigerfreundlich (bis 5 kW) bis sportlich (volle 37 kW und 880 Nm).

Der MX-Modus eignet sich für Hartboden und Strecken, Enduro und Rally für gemischte Etappen, Trial für präzises Fahren bei niedriger Geschwindigkeit. Diese Vielseitigkeit macht das Bike geeignet für unterschiedliche Fahrer in Vereinen oder Gruppen.
Rallye-Setup: Serienbike mit Offroad-Upgrade
Die Cheetah E-XE880 ist in der EU homologiert und setzt auf das in der Enduro-Szene bewährte Layout mit 21-Zoll-Vorderrad, 18-Zoll-Hinterrad und jeweils 300 mm Federweg. Das Konzept zielt auf anspruchsvolles Offroad-Terrain und aktive Fahrweise.
Für den gemischten Einsatz nennt der Hersteller eine realistische Nutzungsdauer von rund 5,5 Stunden pro Ladung – eine praxisnahe Angabe für Trainings- und Hobby-Etappen.
Alltag, Straßenzulassung und Laden zu Hause
Die Straßenzulassung erlaubt legale Fahrten auf der Straße, um abgelegene Gebiete ohne Anhänger zu erreichen.
Das mitgelieferte 2‑kW‑Ladegerät funktioniert an einer 220‑V‑Steckdose. Der Elektroantrieb reduziert Wartung, eliminiert Ölwechsel und Abgase, was in Hallen oder städtischen Bereichen vorteilhaft ist.
Fazit zur Cheetah E-XE880 und Preis
Die Cheetah E-XE880 ist eine Elektro-Enduro mit sportlichem Anspruch, Rallye-Erfahrung und Fokus auf Vielseitigkeit. Niedriges Gewicht und hohe Reichweite machen sie interessant für Trainings- und Hobby-Fahrer im emissionsfreien Offroad-Segment.
Der Preis beträgt 8.060 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Wie realistisch sind die 215 km Reichweite – und was heißt das für eine echte Enduro-Tour?
Die 215 km gelten bei 35 km/h und passen zu technischen Passagen. In der Praxis variiert sie je nach Untergrund, Gewicht und Modus. Die 5,5 Stunden Misch-Fahrzeit reichen für viele Tagesausfahrten.
2) Für wen sind die fünf Fahrmodi wirklich sinnvoll – und wann nutze ich welchen?
Die Modi machen das Bike für verschiedene Fahrer zugänglich. Novice begrenzt Leistung für Einsteiger, Trial für präzises Fahren, Enduro als Allrounder, Rally für längere Etappen und MX für harte Beschleunigungen.
3) Was bringen Rekuperation und das geringe Gewicht im Gelände – und wo liegen mögliche Nachteile?
Das 108-kg-Gewicht erleichtert Handling in engen oder nassen Bereichen. Einstellbare Rekuperation wirkt wie Motorbremse und entlastet Bremsen, kann aber auf losem Untergrund das Rad blockieren. Anpassung erfordert Experimentieren.


