Husqvarna EE 3 2024: leiser Einstieg ins Motocross

Seitenansicht der Husqvarna EE 3 2024, einem elektrischen Motocross-Motorrad für Kinder mit sportlichem Offroad-Design.
Die Husqvarna EE 3 2024 ist eine elektrische Minicross für den Offroad-Einstieg junger Fahrerinnen und Fahrer. (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Elektrischer Nachwuchs-Racer für die erste Spur im Dreck

Mit der Husqvarna EE 3 2024 rückt das Thema Elektromobilität im Offroad-Bereich direkt an den Einstieg für junge Fahrerinnen und Fahrer. Die kleine E-Motocross wurde von Grund auf dafür entwickelt, Kinder kontrolliert an das Fahren im Gelände heranzuführen – ohne Lärm, ohne Abgase, aber mit der Ernsthaftigkeit eines „richtigen“ Sportgeräts. Die Eckdaten zeigen, dass hier nicht einfach ein Spielzeug auf dicken Reifen steht, sondern eine konsequent aufgebaute Minicross, die sich an ambitionierte Nachwuchstalente richtet.

Kind fährt Husqvarna EE 3 E-Motocross über eine Offroad-Strecke im Grünen.
Ein Kind springt mit der elektrischen Husqvarna EE 3 Motocross über eine Geländestrecke. (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Im Zentrum steht ein 48‑Volt-Permanentmagnet-BLDC-Motor mit einer Spitzenleistung von 3,8 kW bei 3.900 U/min. In Verbindung mit 10,5 Nm Drehmoment liefert er genug Schub, um auf der Kinderstrecke für echte Motocross-Erlebnisse zu sorgen, bleibt dabei aber gut dosierbar. Entscheidend ist, dass die Leistung nicht schlagartig, sondern über eine elektronische Steuereinheit sehr kontrolliert anliegt – ein wichtiger Punkt, wenn Fahranfänger sich an losem Untergrund, Sprüngen und Bremswellen ausprobieren.

Sechs Fahrmodi und mitwachsendes Ergonomie-Konzept

Ein zentrales Thema bei Kindermotorrädern ist die passende Leistungsabgabe. Die EE 3 bietet dafür sechs verschiedene Fahrmodi. Über diese Auswahl lässt sich die Kraftentfaltung an Fahrkönnen und Mut der jungen Pilotinnen und Piloten anpassen. Wer zum ersten Mal eine Motocross-Strecke sieht, startet mit einem sanften Mapping, bei dem das Motorrad berechenbar reagiert. Mit wachsender Erfahrung kann die Leistung Schritt für Schritt gesteigert werden, bis das volle Potenzial der 3,8 kW ausgeschöpft wird.

Seitenansicht einer Husqvarna EE 3 2024, elektrisch betriebene Motocross für Kinder in Blau-Weiß.
Die neue Husqvarna EE 3 bietet elektrischen Offroad-Spaß für Nachwuchsfahrer. (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Passend dazu ist die Ergonomie mitwachsend ausgelegt. Die Sitzhöhe lässt sich zwischen 555 und 600 mm variieren. Damit wächst die Husqvarna gewissermaßen mit ihren Fahrerinnen und Fahrern und begleitet mehrere Jahre Fahrpraxis. In der Praxis bedeutet das: Anfangs kommen Kinder gut mit beiden Füßen auf den Boden und gewinnen Sicherheit beim Anhalten und Anfahren. Später, wenn die Körpergröße zunimmt, bleibt genügend Bewegungsfreiheit beim Stehen in den Rasten und beim aktiven Fahren über Hindernisse.

Faszinierendes Feature: nahezu lautlos im Gelände unterwegs

Das vielleicht spannendste Merkmal der EE 3 ist ihre nahezu geräuschlose Fahrweise. Der Elektromotor arbeitet praktisch lautlos, es entstehen nur Abroll- und Kettengeräusche. Für viele Familien eröffnet das überhaupt erst die Möglichkeit, Kindern Motocross-Fahren zu ermöglichen, selbst wenn in der Nachbarschaft lärmempfindliche Umgebung gegeben ist. Training auf privaten Grundstücken oder kleineren Trainingsarealen wird deutlich einfacher, weil die Schallkulisse eines klassischen 2‑Takt-Motors komplett entfällt.

Husqvarna EE 3 2024, elektrische Motocross für Kinder, Seitenansicht auf weißem Hintergrund
Die Husqvarna EE 3 2024 ist eine elektrische Minicross für junge Offroad-Einsteiger. (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Gerade für jüngere Fahrer hat das leise Fahren noch einen weiteren Effekt: Die Konzentration liegt stärker auf der Linie, der Körperposition und den Bewegungen auf dem Motorrad, statt von Lautstärke und Vibration dominiert zu werden. Das erleichtert das Erlernen von Grundtechniken wie richtigem Bremsen, Kurvenfahren und Gewichtsverlagerung. Gleichzeitig können Begleitpersonen Anweisungen besser zurufen, weil Motorlärm das Gespräch nicht übertönt. So entsteht ein Lernumfeld, das technische Anforderungen mit kindgerechter Atmosphäre verbindet.

Elektroantrieb, Akku und Ladezeiten im Motocross-Alltag

Die technische Basis des Antriebs bildet eine Lithium-Ionen-Traktionsbatterie mit 60 Zellen und einer Kapazität von 648 Wh. Dieser Energiespeicher ist auf den Offroad-Einsatz ausgelegt und wird vom Fahrzeugrahmen gut geschützt. Für die Praxis bedeutet die Kapazität, dass je nach Fahrweise ungefähr zwei Stunden normales Fahren möglich sind. Wird die EE 3 konsequent im Rennmodus mit vielen Vollgaspassagen bewegt, reduziert sich die Fahrzeit naturgemäß – hier sind rund 30 Minuten intensives Training realistisch. Damit passt die Reichweite gut zu typischen Kinder-Trainingssessions mit Pausen.

Detailbild des Akkus und Elektromotors in einer Husqvarna EE 3 Minicross 2024
Nahaufnahme des E-Antriebs der elektrischen Husqvarna EE 3 für Kinder-Motocross (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Geladen wird extern über ein Ladegerät, das sich an 110‑Volt- wie auch an 230‑Volt-Steckdosen anschließen lässt. Die Eingangs­spannung kann zwischen 80 und 240 V bei 50–60 Hz liegen, die Ladeleistung beträgt 900 W. Von leer bis zu 80 Prozent vergehen etwa 30 Minuten, bis zur vollständigen Ladung rund 60 Minuten. Für einen Trainingstag lässt sich damit komfortabel eine Pause für Akku und Fahrer einplanen, während das Motorrad wieder Energie bekommt. Die Angabe von 39,2 kg Fahrzeuggewicht zeigt, dass das Gesamtsystem trotz stabilem Aufbau relativ leicht bleibt – ein Pluspunkt beim Handling und beim Rangieren durch Erwachsene.

Fahrwerk: WP-Federung und Chromoly-Rahmen im Miniformat

Husqvarna setzt beim Rahmen der EE 3 auf einen zentralen Stahlrahmen aus Chrom-Molybdän. Diese Bauart ist im Motocross-Bereich etabliert und verbindet hohe Stabilität mit spürbarer Rückmeldung für den Fahrer. Kinder profitieren davon, weil das Motorrad präzise einlenkt und die Rückmeldungen vom Untergrund klar erkennbar sind. Ergänzt wird der Rahmen durch einen Stahl-Heckrahmen, der dem Motorrad zusätzliche Robustheit im harten Offroad-Alltag verleiht.

Beim Fahrwerk kommen WP-Komponenten zum Einsatz. Vorn arbeitet eine XACT 35 Upside-down-Gabel mit 35 mm Durchmesser und 144 mm Federweg, hinten ein WP-Monofederbein mit 133 mm Federweg. Für eine Kindercross ist das ein ernstzunehmendes Setup, das kleine Sprünge, Wellen und Wurzelpassagen sauber verarbeitet. Die Bodenfreiheit von 152 mm reicht aus, um über typische Hindernisse auf Kinderstrecken zu kommen, ohne aufzusetzen. Gleichzeitig bleibt der Schwerpunkt niedrig genug, damit die jungen Fahrerinnen und Fahrer das Motorrad nicht als kippelig empfinden.

Bremsen, Räder und Ergonomie für junge Offroad-Fans

Sicheres Anhalten ist gerade für Einsteiger entscheidend. Deshalb sind an der EE 3 vorn und hinten Scheibenbremsen montiert, beide mit 160‑mm-Bremsscheiben. In Kombination mit dem geringen Gesamtgewicht und der dosierbaren Motorleistung entsteht ein gut kontrollierbarer Bremsweg. Eine feinfühlige Dosierbarkeit hilft, Blockieren der Räder zu vermeiden, was auf losem Untergrund schnell zu Stürzen führen kann.

Die Räder sind als Speichenräder mit Aluminiumfelgen ausgeführt, passend zum Offroad-Einsatz und mit ausreichend Stabilitätsreserve für Schläge und Landungen. Die Kette mit einer Teilung von 1/2 Zoll und einer Breite von 3/16 Zoll (12,7 mm × 4,8 mm) ist auf die Kräfte des Elektromotors abgestimmt und robust genug für intensiven Trainingsbetrieb. Der konifizierte Aluminiumlenker mit 26/22 mm Durchmesser unterstützt eine kindgerechte, sportliche Sitzposition. In Summe entsteht eine Ergonomie, die aktives Fahren im Stehen, schnelles Umsetzen in Kurven und dosierte Gewichtsverlagerung erlaubt – alles Fähigkeiten, die später auf größeren Motocross-Motorrädern benötigt werden.

Design, Grafik und Einordnung in die Motocross-Welt

Optisch reiht sich die EE 3 klar in die elektrische Linie von Husqvarna ein. Die schlanke Verkleidung ist bewusst schmal gehalten, um Bewegungsfreiheit zu bieten und die Kontrolle in Beschleunigungs- und Bremsphasen zu erleichtern. So können Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer die Knie dichter an den Tankbereich bringen und das Motorrad aktiv mit dem Körper führen. Das wirkt sich vor allem in Kurven und bei schnellen Richtungswechseln positiv aus.

Die blau-weiße Farbgebung signalisiert die Zugehörigkeit zur Elektrobaureihe und orientiert sich an skandinavisch inspirierten Designelementen. Die Grafiken werden im In-Mold-Verfahren unter der Oberfläche der Kunststoffteile aufgebracht. Dadurch bleiben sie auch nach mehrfachen Stürzen und häufigem Kontakt mit Stiefeln und Protektoren länger ansehnlich. Die EE 3 wurde im September 2022 als Teil der elektrischen Minicross-Reihe vorgestellt und wird seitdem produziert. Ihre Position ist klar: Sie richtet sich an junge Offroad-Fans, die ihre ersten Runden im Gelände drehen und dabei ein Motorrad brauchen, das zwischen Verspieltheit und ernsthafter Sporttechnik vermittelt.

Die Husqvarna EE 3 2024 ist zum Preis von 5.199,00 € erhältlich.

Bilder: Hersteller

FAQ

1) Für welches Alter und welche Körpergröße ist die Husqvarna EE 3 2024 sinnvoll?

Die EE 3 ist als echtes Einsteiger-Motocross-Bike für Kinder gedacht, die erstmals strukturiert im Gelände fahren möchten. Besonders hilfreich ist dabei die verstellbare Sitzhöhe von 555 bis 600 mm: Anfangs bekommen kleinere Fahrerinnen und Fahrer leichter Bodenkontakt, was beim Anfahren, Anhalten und in engen Kurven Sicherheit bringt. Wenn das Kind wächst, lässt sich die Sitzhöhe anpassen, sodass das Motorrad länger passt und die Haltung beim Stehen in den Rasten besser wird. Entscheidend ist am Ende nicht nur das Alter, sondern ob das Kind das Bike kontrolliert halten, bremsen und sicher abstützen kann.

2) Reicht die Leistung für „richtiges“ Motocross-Training, ohne Anfänger zu überfordern?

Mit 3,8 kW Spitzenleistung und 10,5 Nm Drehmoment bietet die EE 3 genug Kraft, damit auf Kinderstrecken ein echtes Motocross-Gefühl entsteht – inklusive zügigem Beschleunigen aus Kurven und sauberem Anfahren kleiner Hindernisse. Gleichzeitig ist das Konzept klar auf Kontrolle ausgelegt: Die Leistung kommt nicht abrupt, sondern wird über eine elektronische Steuereinheit gut dosierbar abgegeben. Zusätzlich helfen die sechs Fahrmodi, die Charakteristik passend zum Können einzustellen. So können Einsteiger mit einem sanften Mapping starten und sich schrittweise steigern, statt sofort mit „zu viel“ Motorleistung konfrontiert zu werden.

3) Wie alltagstauglich sind Akku und Laden – klappt ein kompletter Trainingstag?

Die 648-Wh-Batterie ist für typische Kinder-Trainingsabläufe praktikabel: Bei normaler Fahrweise sind etwa zwei Stunden Fahrzeit möglich, während bei konsequent sportlicher Fahrweise im „Rennbetrieb“ eher rund 30 Minuten realistisch sind. Wichtig ist deshalb das Zusammenspiel aus Fahrzeit und Ladepause. Das externe Ladegerät arbeitet an 110- wie 230-Volt-Steckdosen und lädt mit 900 W. Von leer auf 80 % dauert es ungefähr 30 Minuten, voll rund 60 Minuten. Damit lassen sich Trainingseinheiten gut takten: fahren, Pause machen, laden – und dann weiterfahren, ohne den ganzen Tag auf „leeren Akku“ warten zu müssen.