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6D ATR-2: Wenn Sicherheit Gänsehaut macht

Wer abseits des Asphalts unterwegs ist, weiß: Der Moment, in dem das Vorderrad im losen Geröll weggeht oder eine Spurrille den Lenker aus der Hand reißen will, kommt schneller, als einem lieb ist. In genau diesen Augenblicken entscheidet der richtige Helm darüber, wie glimpflich ein Sturz ausgeht. Der 6D ATR-2 Super Patriot richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die diese Grenze regelmäßig ausloten – im tiefen Sand, auf ausgefahrenen Crosstrecken oder auf schmalen Singletrails.

6D ATR-2 Phase, Orange

Im Gelände ist die Kombination aus massiven Schlägen, unvorhersehbaren Richtungswechseln und langen Fahrtagen eine besondere Herausforderung für jeden Kopfschutz. Ein Helm muss nicht nur einen schweren Einschlag abfangen, sondern auch die vielen kleinen und mittleren Impulse dämpfen, die sich über Zeit auf Nacken, Schultern und Kopf auswirken. Genau hier setzt das Konzept dieses Modells an, das mit einem mehrschichtigen Aufbau und einer besonderen Innenkonstruktion arbeitet, um lineare und rotierende Kräfte zu reduzieren.

Hightech-Schale für harte Einsätze abseits der Straße

Die Außenschale des 6D ATR-2 Super Patriot besteht aus einem Tri-Composite-Verbund aus Carbonfaser in Luftfahrtqualität, Fiberglas und Aramid. Diese Kombination ist im Offroad-Bereich interessant, weil sie Steifigkeit und Energieaufnahme verbindet: Die Struktur ist robust genug, um punktuelle Einschläge, etwa von Steinen oder hartem Boden, aufzunehmen, bleibt aber so abgestimmt, dass die Energie nicht ungebremst an den Kopf weitergegeben wird. Mit rund 1,47 kg in den Größen M/L liegt der Helm beim Gewicht in einem Bereich, der lange Fahrtage auf anspruchsvollen Strecken unterstützt, ohne den Nacken zusätzlich zu belasten.

6D ATR-2 Impact, White

Komplettiert wird der Schutz durch Details, die klar auf den Geländeeinsatz zugeschnitten sind. Ein Roost Guard vor dem Gesicht schützt vor aufgewirbelten Steinen und festem Dreck, wie er beim Fahren im Pulk oder hinter schnelleren Fahrerinnen und Fahrern fast unvermeidlich ist. Die Schale ist im Bereich der unteren Rückseite mit einer speziellen Zone zur Entlastung der Halswirbelsäule geformt, sodass bei einem Sturz die Kräfte im Nackenbereich reduziert werden sollen. Gleichzeitig schafft ein Clavicle Cut-away mehr Platz an den Schultern – ein Detail, das insbesondere Motocross- und Enduro-Fahrer schätzen, die zusätzlich Brustpanzer und Neck Brace tragen.

Omni-Directional Suspension: Innentechnik für heikle Sturzmomente

Das eigentliche Herzstück des 6D ATR-2 Super Patriot ist das Omni-Directional Suspension System (ODS). Statt nur auf eine klassische EPS-Innenschale zu setzen, arbeitet der Helm mit einem mehrteiligen Aufbau. Eine austauschbare innere EPS-Schale wird von einer äußeren EPP-Schale mit speziellen Dämpfungstürmen ergänzt. Dazwischen sitzt ein System aus rotationsdämpfenden Elementen, das speziell auf die Reduzierung von Winkelbeschleunigungen ausgelegt ist. In der Praxis bedeutet das: Wenn der Kopf beim Aufprall nicht nur gerade, sondern verdreht oder abgleitend belastet wird – eine typische Situation bei Highsidern, Lowsidern oder schrägen Landungen – sollen diese Elemente einen Teil der Drehbewegung vom Kopf fernhalten.

6D ATR-2 Delta, Red

Besonders relevant ist dies bei den vielen kleinen bis mittleren Stürzen, wie sie im Offroad-Einsatz häufig vorkommen. Das ODS-System ist darauf ausgelegt, über ein breites Spektrum von niedrigen, mittleren und hohen Einschlagsgeschwindigkeiten zu arbeiten, anstatt den Schutz nur auf einen bestimmten Prüfpunkt zu optimieren. So entsteht ein Sicherheitskonzept, das nicht nur für den großen Abflug auf der MX-Strecke, sondern auch für den vermeintlich harmlosen Wegrutscher in einer steinigen Auffahrt oder auf einer feuchten Wurzel gemacht ist.

Wenn Rotationskräfte zur versteckten Gefahr werden

Bei vielen Unfällen ist der Kopf nicht nur einer geraden Kraft ausgesetzt, sondern wird verdreht, weil der Helm am Untergrund hängen bleibt oder schräg auftrifft. Diese Winkelbeschleunigungen gelten als Mitursache für schwere Hirnverletzungen. Die im ATR-2 Super Patriot eingesetzten rotierenden Energiemanagement-Disks sollen genau diese Drehbewegungen entschärfen, indem sie ein kontrolliertes Gleiten der Innenschale gegenüber der Außenschale ermöglichen. So wird versucht, das Gehirn vor den abrupten Rotationsimpulsen zu bewahren.

6D ATR-2 Mach, Bronze

Dass die innere EPS-Schale zudem austauschbar ist und die äußere EPP-Struktur mit Multi-Impact-Eigenschaften arbeitet, ist im harten Alltag von Geländefahrern ein wichtiger Zusatznutzen. Gerade Offroad-Helme bekommen über die Zeit einiges ab: Umkipper, leichte Anstöße im Transporter, Steinschlag. Die Möglichkeit, relevante Elemente im Rahmen eines Rebuild- oder Crash-Austauschkonzeptes zu ersetzen, zahlt auf die Langlebigkeit und die dauerhafte Schutzwirkung ein.

Lüftung, Komfort und Ergonomie für lange Tage im Sattel

Wer bei hohen Temperaturen im Staubkreis kämpft oder stundenlang auf anspruchsvollen Enduro-Loops unterwegs ist, weiß, wie schnell ein schlecht belüfteter Helm zur Belastung wird. Der 6D ATR-2 Super Patriot setzt daher auf ein ausgeprägtes Air-Gap-Ventilationssystem mit neun Lufteinlässen und sechs Auslässen. Die Luft wird über definierte Kanäle durch den Helm geführt und hinter dem Kopf wieder abgeführt, um einen kontinuierlichen Luftstrom zu erzeugen. Das Ziel: Schweiß und Hitze reduzieren, ohne auf einen geschlossenen, schützenden Aufbau zu verzichten.

6D ATR-2 Range, Cyan-Blue

Im Inneren kommt ein herausnehmbares und waschbares Komfortfutter aus Dri-Lex zum Einsatz, das antibakterielle Eigenschaften mit einem trockenen Tragegefühl verbindet. Gerade auf mehrtägigen Touren oder bei regelmäßigem Training ist die Möglichkeit, das Innenfutter komplett zu reinigen, ein klarer Pluspunkt. Die Wangenpolster bestehen ebenfalls aus Dri-Lex-Material, lassen sich schnell herausnehmen und waschen und sind so konstruiert, dass Rettungskräfte sie im Notfall über ein Schnelllöse-System entfernen können, ohne den Helm grob vom Kopf ziehen zu müssen.

Durchdachte Schutzdetails von Kinn bis Schlüsselbein

Beim Blick auf die Details zeigt sich, dass der ATR-2 Super Patriot nicht nur auf den Schutz des Schädels setzt, sondern den gesamten Bereich um Kopf und oberen Oberkörper mit einbezieht. Das beginnt beim Sternum-Pad, das zusätzlichen Schutz für Kinn, Kiefer und Brustbein bietet – ein Bereich, der bei klassischen Motocross-Stürzen, etwa beim Überschlag vorne über den Lenker, stark gefährdet ist. In Kombination mit der speziellen Aussparung an den Schlüsselbeinen soll das Risiko reduziert werden, dass der Helm bei einem harten Aufprall direkt auf die empfindlichen Knochen drückt.

6D ATR-2 Torque, Black-Charcoal

Auch an die Peripherie wurde gedacht: Scher-Schrauben am Helmschild sind so ausgelegt, dass der Schirm bei starkem Kontakt abreißt, anstatt das Drehmoment ungebremst auf Kopf und Hals zu übertragen. Für den Alltag im Gelände sind die verwendeten Titan-D-Ringe am Kinnriemen ein bewährtes, leichtes und zugleich robustes Verschlusssystem, das auch unter Dreck, Staub und Nässe zuverlässig funktioniert. Der Helm erfüllt und übertrifft dabei gängige Sicherheitsnormen wie DOT, ECE 22.05, ACU und ASTM, was seine Ausrichtung auf ernsthafte, sportive Einsätze unterstreicht.

Passform, Größen und Einsatzspektrum

Ein Helm kann nur dann richtig schützen, wenn er korrekt sitzt. Der 6D ATR-2 Super Patriot ist so ausgelegt, dass er den gesamten Kopfumfang satt umschließt, wobei die Wangenpolster festen, aber nicht unangenehmen Halt geben sollen. Das verhindert, dass der Helm bei schnellen Richtungswechseln verrutscht oder bei einem Sturz über den Kopf rotiert. Verfügbar ist er in den Größen XS, S, M und L, sodass sowohl jugendliche als auch erwachsene Fahrerinnen und Fahrer im Enduro-, Motocross- oder Offroad-Bereich abgedeckt werden.

6D ATR-2 Actical, Black

Das Einsatzspektrum reicht von der klassischen MX-Strecke über Enduro-Wettbewerbe bis zu ambitionierten Adventure-Ausflügen mit hohem Offroad-Anteil. Die Kombination aus vergleichsweise geringem Gewicht, ausgeprägter Belüftung und den auf Rotations- und Mehrfachbelastungen optimierten Dämpfungsschichten spricht alle an, die regelmäßig im Dreck unterwegs sind und ihrem Helm mehr abverlangen als einer reinen Straßenschale.

Fazit: Highend-Kopfschutz für alle, die im Dreck zu Hause sind

Der 6D ATR-2 Super Patriot positioniert sich als Helm für Fahrerinnen und Fahrer, die ihre Zeit lieber auf der Strecke oder im Wald als auf perfekten Landstraßen verbringen. Die Mischung aus Tri-Composite-Außenschale, komplexem ODS-Innenleben, durchdachter Belüftung und praxisnahen Details wie Notfall-Wangenpolstern, Sternum-Pad und Clavicle-Aussparung zeigt, dass hier ein klares Ziel verfolgt wird: bestmöglicher Kopfschutz unter realen Offroad-Bedingungen. Die Auslegung auf ein breites Aufprallspektrum und die gezielte Reduktion von Rotationskräften heben den Helm aus der Masse klassischer Offroad-Modelle heraus.

Wer seinen Fokus auf anspruchsvolle Dirt-Einsätze legt und einen Kopfschutz sucht, der technisch über das Übliche hinausgeht, findet im 6D ATR-2 Super Patriot einen konsequent entwickelten Begleiter für harte Tage im Sattel. Der Preis für den 6D ATR-2 Super Patriot beträgt 505,74 €.

Bilder: Hersteller

FAQ

1) Für wen lohnt sich der 6D ATR-2 Super Patriot besonders – und wo liegen seine Grenzen?

Der Helm richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die regelmäßig Offroad fahren: Motocross, Enduro, Singletrails oder Adventure-Touren mit viel Schotter, Sand und Wurzeln. Seine Stärken spielt er aus, wenn Stürze nicht nur „hart“, sondern auch schräg und verdreht passieren – also genau dort, wo Rotationskräfte eine Rolle spielen. Grenzen hat das Konzept dort, wo der Helm nicht passt oder falsch eingestellt ist: Selbst Highend-Schutz hilft wenig, wenn der Sitz wackelt, die Wangenpolster zu locker sind oder der Kinnriemen nicht sauber anliegt.

2) Was bringt das ODS-System im Alltag wirklich, gerade bei häufigen kleinen Stürzen?

Im Offroad-Alltag sind es oft nicht nur die großen Einschläge, sondern viele kleine bis mittlere Belastungen: ein Wegrutscher auf nasser Wurzel, ein Umkipper im Hang, ein harter „Ditscher“ nach einer Landung. Das ODS (Omni-Directional Suspension) ist darauf ausgelegt, lineare und rotierende Kräfte über mehrere Dämpfungsstufen zu reduzieren, statt nur einen einzelnen Norm-Prüfpunkt zu bedienen. Wichtig ist trotzdem: Nach jedem echten Crash sollte der Helm kritisch geprüft werden. Sichtbare Schäden, ungewöhnliche Geräusche oder veränderte Passform sind klare Warnzeichen.

3) Worauf sollte ich beim Kauf (Größe, Komfort, Pflege) achten, damit der Helm seine Schutzwirkung behält?

Entscheidend ist die Passform: Der Helm muss den Kopf gleichmäßig umschließen, ohne Druckschmerz zu verursachen, und darf sich bei geschlossenen D-Ringen nicht leicht drehen oder hochziehen lassen. Die Wangenpolster sollen stramm sitzen, weil sie den Helm in ruppigen Passagen stabilisieren. Für lange Tage sind Lüftung und waschbares Innenfutter mehr als Komfort – sie helfen, konzentriert zu bleiben, wenn Hitze und Schweiß zunehmen. Pflege heißt: Innenfutter regelmäßig reinigen, den Helm nicht „lose“ im Transporter herumwerfen und nach Stürzen oder harten Schlägen austauschen bzw. prüfen lassen.