Mit der KX250F für das Modelljahr 2027 hat Kawasaki ein Motorrad weiterentwickelt, das für den Renneinsatz konzipiert ist. Der Fokus liegt auf mehr Leistung über das gesamte Drehzahlband, einer verbesserten hydraulischen Kupplung, feineren Fahrwerksabstimmungen und einem leichteren, funktionaleren Frontdesign. Das Ergebnis ist eine reinrassige Motocross-Maschine, die durchdachte Verbesserungen zum Vorjahresmodell bietet.

Im Zentrum steht ein flüssigkeitsgekühlter Einzylinder-Viertakter mit 249 cm³ Hubraum, DOHC-Ventiltrieb und vier Ventilen. Kawasaki setzt weiter auf zwei Einspritzdüsen, eine über Schlepphebel betätigte Ventilsteuerung, eine strömungsgünstige Einlass- und Auslassführung sowie eine Primärausgleichswelle. Für 2027 wurden zusätzliche Optimierungen vorgenommen, die auf mehr Leistung, ein lineareres Ansprechverhalten und eine effizientere Kraftübertragung abzielen.
Mehr Druck, aber besser kontrollierbar
Überarbeitungen am Auspuffkrümmer und eine aktualisierte FI-Abstimmung verbessern das Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Der Motor soll nicht nur stark, sondern auch im Rennbetrieb nutzbar bleiben.
Ein Motor, der auf Rennstrecken denkt
Die symmetrisch angeordnete Einlass- und Auslassführung unterstützt einen direkten Gaswechsel und fördert die Strömungseffizienz. Der optimierte Downdraft-Einlass verbessert die Performance im unteren Drehzahlbereich. Die Primärausgleichswelle reduziert Vibrationen. Der E-Starter ermöglicht einen schnellen Neustart nach einem Sturz.

Wenn Fahrwerk und Traktion zusammenarbeiten
Kawasaki bleibt beim Aluminium-Perimeter-Rahmen. Neu abgestimmte Federelemente sollen Bodenhaftung und Kontrolle verbessern. Vorn arbeitet eine einstellbare Upside-down-Gabel mit 49 mm Gabelrohrdurchmesser, hinten ein Uni-Trak-System mit einstellbarer High- und Lowspeed-Druckstufe, Zugstufe und Federbasis. Der Federweg beträgt 305 mm vorne und 307 mm hinten.

Der neue Schalldämpfer ist 50 mm kürzer und 230 g leichter als beim Vorgänger. Das fahrfertige Gewicht liegt bei 110 kg.
Die linke Lenkerseite wird zur Kommandozentrale
Leistungsmodi, Kawasaki TRaction Control und Launch Control Mode lassen sich per Schalter am Lenker anwählen. Der Launch Control Mode arbeitet im ersten und zweiten Gang sowie im Leerlauf und deaktiviert sich beim Schalten in den dritten Gang. Es stehen zwei Leistungsmodi zur Verfügung; für 2027 wurden die Einstellungen der Kraftstoffeinspritzung im Modus „Aggressiv“ überarbeitet, um ein noch direkteres Ansprechverhalten zu erzielen. Über die Smartphone-App RIDEOLOGY THE APP KX können Motorkennfelder angepasst werden.

Schlanker gebaut, praxisnäher gedacht
ERGO-FIT erlaubt Anpassungen an Lenker und Fußrasten. Die KX250F ist mit ODI Lock-On Griffen und einer Schnellverschluss-Seitenverkleidung für werkzeuglosen Zugang zum Luftfilter ausgestattet. Das Frontdesign wurde leichter und funktionaler ausgeführt.

Die wichtigsten Maße: 1.485 mm Radstand, 340 mm Bodenfreiheit, 955 mm Sitzhöhe, 6,2 l Tankvolumen. Gebremst wird vorne mit einer 270-mm-Petal-Scheibe und Doppelkolben-Sattel, hinten mit einer 240-mm-Petal-Scheibe. Die Farbe ist Lime Green. Ein Preis wurde bisher nicht genannt.
Bilder: Hersteller
FAQ
Für wen ist die Kawasaki KX250F 2027 besonders geeignet?
Die KX250F 2027 richtet sich an Fahrer, die ein Wettbewerbsgerät für Motocross-Strecken suchen. Sie bietet Launch Control, Kawasaki TRaction Control, ERGO-FIT und anpassbare Motorkennfelder.
Was ist der größte Fortschritt der neuen KX250F im Vergleich zum Vorgänger?
Kawasaki hat den Motor auf mehr Leistung und bessere Kontrollierbarkeit ausgelegt. Hinzu kommen eine verbesserte hydraulische Kupplung, ein kürzerer und leichterer Schalldämpfer sowie überarbeitete Fahrwerksabstimmungen.
Welche Rolle spielen Elektronik und Ergonomie bei diesem Motocross-Bike?
Die Elektronik ermöglicht Anpassungen an Strecke und Grip. Launch Control und Kawasaki TRaction Control unterstützen beim Start und auf rutschigem Untergrund. ERGO-FIT erlaubt die Anpassung der Kontaktpunkte an die individuelle Sitzposition.


