Husqvarna TC 125 2026: Zweitakt-Sportgerät für Racer

Husqvarna TC 125 2026 Motocross-Motorrad in seitlicher Ansicht, weiß-blaues Design, stehende Präsentation vor neutralem Hintergrund
Die neue Husqvarna TC 125 2026 mit modernem Chassis und innovativer Zweitaktmotor-Technologie. (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Die Husqvarna TC 125 Modelljahr 2026 zielt auf junge Motocrosser und ambitionierte Hobby-Racer, die ein leichtes, drehfreudiges Sportgerät suchen. Mit ihrem 124,8 cm³ großen Einzylinder-Zweitaktmotor, elektronischer Kraftstoffeinspritzung und einem Gewicht (ohne Kraftstoff) von 92,2 kg bietet sie Agilität und kontrollierbare Leistungsentfaltung für den MX-Betrieb.

Husqvarna TC 125 2026 Motocross-Motorrad in seitlicher Ansicht
Die neue Husqvarna TC 125 2026 präsentiert sich mit modernem Chassis und elektronischer Einspritzung. (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Moderner Zweitaktmotor mit elektronischer Einspritzung

Herzstück der TC 125 ist der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder-Zweitakter mit 54,0 mm Bohrung und 54,5 mm Hub. Statt klassischem Vergaser kommt ein Keihin-Einspritzsystem mit 39-mm-Drosselklappe zum Einsatz. Das sorgt für sauberes Ansprechverhalten über das gesamte Drehzahlband, weniger Probleme bei wechselnden Temperaturen und Höhenlagen sowie einen dosierbaren Motorlauf auf rutschigen oder ausgefahrenen Strecken. Zwei wählbare Motor-Mappings passen die Leistungsabgabe an Strecke und Fahrkönnen an – etwa sanfter für Hardpacks und rutschige Passagen oder aggressiver für Sand und schwerere Böden.

Motor der Husqvarna TC 125 2026 mit Keihin-Einspritzsystem
Detailaufnahme des flüssigkeitsgekühlten Einzylinder-Zweitaktmotors der Husqvarna TC 125, Modelljahr 2026 (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Der elektronische Auslass-Schieber öffnet Neben- und Hauptauslass gleichzeitig und sorgt für einen breiten nutzbaren Drehzahlbereich. Für junge Fahrer ist das praktisch: Der Motor reagiert spontan am Gas, ohne unkontrollierbar zu wirken. Der leichtgewichtige Kurbeltrieb ist zentral positioniert, was Vibrationen reduziert und das Hochdrehen unterstützt.

Getriebe, Kupplung und Antrieb auf Rennstrecken-Niveau

Die Kraft gelangt über ein 6-Gang-Getriebe von Pankl Racing an das Hinterrad. Die Abstimmung mit Primärübersetzung 23:73 und Sekundärübersetzung 13:50 ist auf MX-Einsatz ausgelegt: eng gestufte Gänge für schnellen Anschluss, kurze Schaltwege und präzises Einrasten. Überarbeitete Schaltwalze und Schaltgabeln sorgen für zuverlässige Gangwechsel in hektischen Situationen.

Die DS-Mehrscheibenkupplung läuft im Ölbad und wird per Brembo-Hydraulik betätigt. Mit dem CNC-gefrästen Kupplungskorb entsteht ein System für Dauerbelastung mit leichter Bedienung. Auf längeren Rennläufen oder in tiefem Sand schont das die Handkraft. Eine 520er-Antriebskette ohne Dichtungen reduziert rotierende Masse und passt zum Racing-Charakter.

Leichtes Chassis aus Chrom-Molybdän-Stahl

Die TC 125 setzt auf einen Doppelschleifen-Zentralrohrrahmen aus 25CrMo4-Stahl. Die Materialverteilung im Lenkkopf- und Federbeinaufnahme-Bereich schafft präzises, stabiles Handling. Die blaue Pulverbeschichtung schützt im harten Cross-Einsatz, und Rahmenprotektoren verbessern den Knieschluss und schonen den Lack vor Stiefelabrieb.

Das zweiteilige Heck besteht zu 60 Prozent aus Polyamid und zu 40 Prozent aus Aluminium. Mit 1,8 kg Gewicht trägt es zur geringen Masse bei. Die Kombination aus Aluminium-Unterzügen und Polyamid-Oberteil beeinflusst die Flexcharakteristik: steif für Spurtreue bei Tempo, nachgiebig gegen Ermüdung. Ein Radstand von 1.490 mm und Lenkkopfwinkel von 63,9 Grad machen sie wendig mit ausreichend Stabilität.

WP-Fahrwerk: Reserven für harte Landungen

An der Front arbeitet eine WP XACT USD-Gabel mit 48 mm Standrohrdurchmesser und geschlossener Kartusche. Mit 305 mm Federweg gibt es Reserve für Sprünge und Landungen. Die Mittelventil-Technologie verhindert Ölaufschäumen für vorhersehbares Ansprechen. Im letzten Hubabschnitt federt ein Hydrostop Durchschläge ab.

Nahaufnahme des Lenkers, der Gabel und Frontverkleidung der Husqvarna TC 125 2026 Motocross-Maschine
Detailaufnahme der Frontpartie der Husqvarna TC 125 2026 mit Gabel, Lenker und Frontmaske (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Hinten übernimmt ein WP XACT-Federbein mit Umlenkung die Arbeit. Ein CFD-optimierter Kolben verbessert das Ansprechverhalten, und Einstellmöglichkeiten für High- und Lowspeed-Druckstufe sowie Zugstufe erlauben Anpassung an Strecke und Gewicht. 293 mm Federweg halten die Linie auf ausgefahrenen Profilen. Ein Aluminium-Schwingarm mit 22-mm-Hinterachse sorgt für Steifigkeit, und eine integrierte Kettenführung gewährleistet Zuverlässigkeit in Rillen.

Bremsen, Räder und Reifen für den Renneinsatz

Gebremst wird mit Brembo-Einzangen aus Aluminium. Die 260-mm-Wave-Scheibe vorne und 220-mm-Scheibe hinten führen Schmutz ab und reduzieren Fading. Bei 92,2 kg Maschinengewicht entsteht starke Verzögerung für enge oder schnelle Strecken. Der robuste hintere Bremshebel hält in Rillen und bei Bodenkontakt stand.

CNC-gefräste Naben, Speichen und schwarz eloxierte D.I.D-Alufelgen unterstreichen die sportliche Ausrichtung. Vorn ein 21-Zoll-Rad mit 1,6-Zoll-Felge und 80/100-Bereifung, hinten 19-Zoll mit 2,15-Zoll-Felge und 100/90-Reifen. Serienmäßig Dunlop MX34 für präzises Einlenken vorne und Traktion hinten auf verschiedenen Böden.

Ergonomie, Airbox und Elektrik im Detail

Die Verkleidung bietet große, glatte Flächen für Positionswechsel. Ein hoher, breiter Sitz mit rutschfester Oberfläche gibt Bewegungsfreiheit. Die Sitzhöhe von 946 mm richtet sich an sportliche Fahrer mit passender Größe.

Nahaufnahme des Twin-Air-Filters in der Airbox einer Husqvarna TC 125 (2026), Motocross-Motorrad.
Werkzeuglos zugänglicher Twin-Air-Filter der Husqvarna TC 125, Modelljahr 2026, sorgt für optimalen Motorenschutz im Motocross-Einsatz. (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

Die einteilige Airbox optimiert den Luftstrom und schützt den Filter. Der Twin-Air-Filter ist werkzeuglos über die linke Seitenverkleidung erreichbar. Am Lenker ein ProTaper-Alubügel mit 28/22-mm-Durchmesser und ODI-Lock-On-Griffe, die geklemmt werden für einfachen Wechsel und Gasweg-Anpassung.

Fokus-Feature: Elektrischer Starter auf der 125er

Der elektrische Starter, gespeist von einer 2-Ah-Batterie, erspart das Ankicken nach Stürzen oder Abwürgen. Das hilft in Trainingssessions, spart Kraft und hält die Konzentration. Mit 350 mm Bodenfreiheit und Aluminium-Endschalldämpfer bleibt sie rennstreckentauglich. Der Fokus liegt auf Motocross, eignet sich aber auch für Enduro-Training auf Crosspisten durch Gewicht, Motor und Aufbau. Der Listenpreis liegt bei 9.799,00 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer zuzüglich 495 Euro für Überführung und Nebenkosten.

Husqvarna TC 125 2026 Motocross-Motorrad in seitlicher Ansicht vor weißem Hintergrund
Die neue Husqvarna TC 125 2026 überzeugt mit modernem Chassis, leistungsstarkem Zweitaktmotor und innovativer Technik. (Foto: husqvarna-motorcycles.com)

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Bilder: Hersteller

FAQ

1) Für wen ist die Husqvarna TC 125 2026 besonders geeignet – und wo liegen ihre Grenzen?

Die TC 125 2026 passt zu jungen Rennfahrern, Umsteigern aus kleineren Klassen und sportlichen Hobby-Piloten, die eine leichte, präzise Maschine suchen. Geringes Gewicht und agiles Fahrwerk helfen bei sauberen Linien und schnellen Richtungswechseln. Grenzen gibt es bei Bedarf nach maximaler Leistung wie bei 250er- oder 450er-Viertaktern: In tiefem Sand oder steilen Auffahrten muss man aktiver schalten und Drehzahl halten. Das macht sie zur guten Lernplattform für Racing-Technik.

2) Welche Vorteile bringt die Einspritzung in einer 125er-Zweitakt-MX – und was bedeutet das für die Praxis?

Die elektronische Einspritzung macht die Leistungsabgabe gleichmäßiger und vorhersehbarer als bei Vergasern. In der Praxis: besseres Startverhalten, sauberes Ansprechen nach Kurven und weniger Anpassungen bei wechselnden Bedingungen. Die zwei Motor-Mappings passen zu Fahrstil und Boden – sanfter für Hardpacks und rutschige Passagen oder aggressiver für Sand und schwerere Böden.

3) Wie wichtig sind E-Starter, Fahrwerk und Wartungsdetails im Motocross-Alltag – und worauf sollte man achten?

Im MX-Alltag zählt Konsistenz. Der E-Starter spart Kraft nach Stürzen und schützt Konzentration. Das WP-XACT-Fahrwerk mit großem Federweg bietet Reserven für Landungen und Anpassung an Gewicht und Strecke für Sicherheit und Tempo. Wartungsdetails wie der werkzeuglose Luftfilter schützen Motor und Leistung. Regelmäßige Checks von Setup, Filter und Kettenspannung sind essenziell.