Rennfeeling für anspruchsvolle Enduro-Fahrer
Die TM EN 450 ES Fi 4T Corse richtet sich an Fahrer, die von einem Enduro-Motorrad Zuverlässigkeit im Gelände und Rennsport-Charakter erwarten. Mit ihrem 449 cm³ großen Einspritzmotor, der kontrollierbar und linear einsetzt, verbindet sie Wettbewerbseinsatz mit ambitioniertem Hobbyfahren. Das Fahrzeug ist als Corse Edition nah an den Werksbikes ausgelegt, die Profis nutzen. Es bietet ein authentisches Race-Bike-Gefühl für alle, die auf Verbindungsetappen das Nötigste akzeptieren, um in Special-Tests voll angreifen zu können.

Mit einem Gewicht von 111 kg (ohne Kraftstoff) ergibt sich ein Leistungspotenzial, das in hartem Enduro-Gelände oder auf schnellen Sonderprüfungen stark ist. Wichtig ist nicht die reine Kraft, sondern wie sie dosierbar am Boden ankommt, besonders wenn der Grip in Wurzeln oder nassem Geröll nachlässt.
Motor, Getriebe und Fahrbarkeit im Gelände
Der flüssigkeitsgekühlte Viertakt-Einzylinder mit 95 mm Bohrung und 63,4 mm Hub ist auf unmittelbare Gasannahme und linearen Schub ausgelegt. In Kombination mit dem eMoticom-Steuergerät und dem TM-Moto-Engine-Management ist er im unteren und mittleren Drehzahlbereich beherrschbar, mit Reserven oben für lange Aufwege und sandige Abschnitte. Das bedeutet für Enduro-Fahrer weniger Stress beim Anfahren an steilen Hängen und mehr Traktion aus Kehren heraus.

Das 6-Gang-Getriebe deckt vom technischen Singletrail bis zur schnellen Prüfungswiese alles ab. Die fein abgestufte Übersetzung hilft im langsamen, verblockten Terrain, den Motor im nutzbaren Drehzahlfenster zu halten. Die im Ölbad laufende Mehrscheibenkupplung dosiert die Kraft sauber, etwa beim Anfahren im Hang. Serienmäßig gibt es einen Elektrostarter, ein Kickstarter ist optional – nützlich für Fahrer, die bei entladener Batterie weiterkommen wollen.
Aluminium-Deltabox-Rahmen als charakteristisches Feature
Der Rahmen ist ein selbstvergütender Aluminium-Deltabox-Einholmrahmen aus Strangpress- und Schmiedeteilen. Er zielt auf hohe Torsionssteifigkeit bei geringem Gewicht ab, was präzises Einlenkverhalten und klares Feedback vom Vorderrad bringt, ohne Nervosität.

In schnellen, welligen Passagen bleibt die Maschine stabil in der Spur, was das Vertrauen stärkt. Im wurzeligen Wald hilft die Steifigkeit, das Motorrad punktgenau zu lenken. Die Aluminium-Bauweise trägt zum geringen Gewicht bei, was sich beim Umlegen in engen Kehren und Rangieren im Steilhang zeigt.
Fahrwerk: KYB-Gabel und TM-Monofederbein
Das Fahrwerk umfasst eine 48-mm-Upside-Down-Gabel von Kayaba und ein hauseigenes TM-Monofederbein, abgestimmt auf Balance. Die Vorderradführung gibt Gefühl für Traktion und Einfedertiefe, ohne bei Bremswellen hart zu wirken, und lässt Grip einschätzen.
Das hintere Federbein bietet stabile Dämpfung mit 310 mm Federweg vorn und 300 mm hinten, um grobe Kanten oder Spurrillen zu schlucken. Die Bodenfreiheit von 35 cm vermeidet häufigen Kontakt mit dem Untergrund bei verblockten Auffahrten. Insgesamt eignet es sich für klassisches Enduro und schnelles Cross-Country.
Räder, Bremsen und Ergonomie im Enduro-Alltag
Die Maschine rollt auf einem 21-Zoll-Vorderrad und einem 18-Zoll-Hinterrad, üblich im Enduro-Sport. Das erlaubt Reifen für Traktion in weichem Geläuf und auf Steinen. Der kleinere Hinterraddurchmesser schafft Eigendämpfung für ausgefahrene Spuren und nasse Wurzeln. Die Kette vom Typ RK 520 MXU passt zum langlebigen Antriebsstrang.

Vorn arbeitet eine 270-mm-Scheibe mit Brembo-Komponenten, hinten eine 240-mm-Scheibe mit Nissin. Die Frontbremse ist kräftig und dosierbar für harte Bremszonen, die Hinterradbremse kontrollierbar für enge Abfahrten oder Spitzkehren auf losem Untergrund.
Sitzhöhe, Geometrie und Zielgruppe
Mit einer Sitzhöhe von rund 100 cm richtet sich die TM an sportlich ambitionierte Fahrer. Die hohe, schmale Sitzbank erlaubt schnelle Gewichtsverlagerungen und aktive Fahrweise. Der Lenkkopfwinkel von 63 Grad bietet Stabilität für schnelle Geraden und williges Einlenken in engen Kurven.
Die Maschine basiert auf Input von Profis, was in Ergonomie, Komponenten und Abstimmung sichtbar ist. Sie eignet sich für Enduristen, die ein wettbewerbsfähiges Motorrad ohne große Umbauten wollen, das auch im heimischen Gelände passt. Es ist eine ernsthafte Sportmaschine für Fahrer, die das Maximum herausholen möchten.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Für wen ist die TM EN 450 ES Fi 4T Corse wirklich gemacht – und für wen eher nicht?
Sie passt zu Fahrern, die ein echtes Race-Bike suchen: sportliche Enduristen, die Präzision im Fahrwerk und direktes Feedback wollen. Das geringe Gewicht und der steife Rahmen helfen bei schneller Linienhaltung. Weniger ideal für Einsteiger oder Tourenfahrer, da Sitzhöhe und Abstimmung aktive Technik verlangen. Für entspannte Waldtouren eignen sich weichere Enduros besser.
2) Wie fühlt sich der Motor im Gelände an – eher aggressiv oder gut kontrollierbar?
Der 449‑cm³‑Einspritzmotor ist linear und dosierbar. Im Enduro zählt Traktion mehr als Spitzenleistung, besonders auf rutschigem Untergrund. Die saubere Gasannahme hilft beim Anfahren am Hang oder in nassen Passagen, mit Reserven für lange Auffahrten. Er wirkt sportlich und präzise, nicht brutal.
3) Welche Technik macht im Alltag und im Wettbewerb den größten Unterschied?
Drei Punkte: Der Aluminium‑Deltabox‑Rahmen für präzises Einlenken und Stabilität. Das Fahrwerk mit KYB‑Gabel und TM‑Federbein, das Schläge schluckt und Rückmeldung gibt. Die Antriebseinheit mit 6‑Gang‑Getriebe und dosierbarer Kupplung, die technisches Gelände erleichtert. Dazu starke Bremsen, die Zeit sparen und Kraft schonen.


