Selten tauchen Maschinen auf, die so klar nach einer Epoche riechen wie die 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR. Dieses Exemplar, geführt als Lot N405, kommt am Samstag, 31. Januar 2026, bei der Veranstaltung Las Vegas Motorcycles 2026 unter den Hammer. Ein Fotopaket mit 11 Aufnahmen begleitet das Angebot und zeigt eine Rennmaschine, die kompromisslos für Motocross und Enduro gedacht ist. Herzstück ist der rare X Big Case 400 Works Motor – ein 400-cm³-Zweitakt-Einzylinder mit rund 29 kW/40 PS und Fünfgang-Getriebe. Verbaut ist ein Einrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl, wie er in dieser Zeit für robuste, aber leichte Wettbewerbstechnik stand. Zusammen ergibt das eine nüchterne, zweckmäßige Konfiguration, die im Gelände genauso überzeugt wie auf historischen Rennveranstaltungen. Die 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR ist damit mehr Werkzeug als Sammlerstück – und gerade deshalb begehrenswert.
Technik und Einsatzprofil der 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR

Die Produktionsjahre dieser Baureihe liegen zwischen 1971 und 1976; das Modelljahr 1972 markiert den Wechsel auf ein Fünfgang-Getriebe, während 1971 noch vier Gänge verbaut waren. Gerade für Motocross- und Enduro-Piloten ist diese Schaltstufe entscheidend, weil sie den nutzbaren Drehzahlbereich des 400-cm³-Motors besser auf unterschiedliche Streckenabschnitte verteilt. Der Zweitakter liefert etwa 29 kW/40 PS und damit genug Punch, um weiche Sandfelder, enge Kehren oder steile Auffahrten mit Nachdruck zu nehmen. Das Leistungsgewicht profitiert vom geringen Fahrzeuggewicht von 105 kg; Verzögerung und Richtungswechsel bleiben damit handlich. Zugleich bleibt die Maschine technisch nachvollziehbar: ein robuster Einrohrrahmen, ein kerniger Single, wenig Verzierung. Wer Motorräder liebt, die sich direkt anfühlen und ohne Filter kommunizieren, findet in dieser 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR ein ehrliches Werkzeug für ernsthafte Einsätze.
Fahrwerk, Ergonomie und Bodenfreiheit im Gelände

Die Ergonomie der 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR folgt dem Pragmatismus des Wettbewerbs: 800 mm Sitzhöhe erlauben ausreichend Bewegungsfreiheit, ohne schwindelerregend zu wirken. Ebenso praxisnah ist die Bodenfreiheit von 229 mm – genug, um Steine, Wurzeln und tiefe Spurrillen zu entschärfen, ohne den Schwerpunkt unnötig anzuheben. Der Einrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl verbindet Stabilität mit geringem Gewicht und bildet eine steife Basis für präzise Linienwahl. In schneller, welliger Passage sorgt das für Ruhe im Chassis, in engen Sektionen für willige Richtungswechsel. Das Ensemble wirkt wie aus einem Guss: Motor, Rahmen und Getriebe sind so abgestimmt, dass Traktion und Vortrieb im Vordergrund stehen. Wer Enduro-Etappen und Motocross-Runden gleich ernst nimmt, findet hier genau die richtige Mischung.
Der rare X Big Case 400 Works Motor

Als faszinierendes Detail sticht der im Datenblatt als Rare X Big Case 400 Works bezeichnete Motor hervor. Hinter der schlichten Bezeichnung steht eine Gehäusevariante für den 400-cm³-Einzylinder, ausgelegt für die Belastungen des Wettbewerbs. In Kombination mit der Fünfgang-Abstufung liefert der Antrieb ein nutzbares, breites Drehzahlband – von sauberem Anbiss aus der Kehre bis zu langem Zug auf schnellen Geraden. Typisch Zweitakt: spontanes Ansprechen, klare Rückmeldung, ein direkter Draht zum Hinterrad. Mit rund 29 kW/40 PS ist die Leistung auf das fahrfertige Konzept abgestimmt, nicht auf theoretische Rekorde. Damit bleibt die 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR beherrschbar, ohne an Biss zu verlieren.
Getriebe, Übersetzung und der Nutzen des fünften Gangs

Ein wesentlicher Unterschied zum 1971er-Vorgänger ist das Fünfgang-Getriebe. Der zusätzliche Gang entzerrt die Sprünge zwischen den Übersetzungen und macht die Kraft des 400er besser dosierbar. Auf engen, technischen Abschnitten lässt sich so feinfühlig am Gas arbeiten; auf langen Wiesenstücken oder Startgeraden hilft der fünfte Gang, das Tempo sauber stehenzulassen, ohne den Motor unnötig auszudrehen. In der Praxis bedeutet das weniger Hektik beim Schalten und mehr Konzentration auf Linie und Körperarbeit. Die 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR belohnt eine aktive Fahrweise, die den Drehmomentkamm nutzt, statt ständig am Begrenzer zu reiten.
Rahmenbau: Einrohr, Chrom-Molybdän und Präzision

Der Einrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl verkörpert eine Bauart, die Gewicht spart und gleichzeitig Stabilität schafft. Die 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR nutzt diese Architektur, um Lenkimpulse unmittelbar umzusetzen und bei Schlägen formstabil zu bleiben. Die Sitzhöhe von 800 mm lässt Raum für aktives Umsetzen, die 229 mm Bodenfreiheit halten entscheidende Bauteile aus der Gefahrenzone. Gepaart mit 105 kg Gesamtmasse entsteht ein Motorrad, das zackige Kurswechsel ebenso mitmacht wie langgezogene Spurrillen. Ein nüchterner, funktionaler Aufbau reduziert die Komplexität – ein Plus für Fahrer, die sich auf das Fahren konzentrieren möchten. Erfreulich eindeutig ist auch die Identifikation: Die Maschine trägt die Motornummer 71X4603. Damit bleibt die Historie nachvollziehbar, und eine klare Zuordnung ist möglich, sei es für Sammlerlisten oder für die Dokumentation von Veranstaltungen.
Auktionstermin und Kontext für Sammler und Fahrer

Der Verkauf rückt näher: Lot N405 der 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR wird am Samstag, 31. Januar 2026, im Rahmen der Veranstaltung Las Vegas Motorcycles 2026 aufgerufen. Die Begleitung durch eine Galerie mit 11 Fotos erlaubt einen Blick auf Details, bevor der Auktionator zur Sache kommt. Für Sammler ist die Kombination aus Produktionszeitraum 1971–1976, dem modelljahr-spezifischen Fünfgang-Getriebe und dem seltenen X Big Case 400 Works Motor ein starkes Paket. Für Fahrer, die ein historisches, aber voll nutzbares Offroad-Bike schätzen, sprechen 105 kg Gewicht, 800 mm Sitzhöhe und 229 mm Bodenfreiheit eine klare Sprache. Die 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR ist damit kein bloßes Vitrinenstück, sondern eine Maschine, die ihre Bestimmung kennt: Gelände, Startgatter, Rundenzeiten – aber auch verlässliche Technik, die fokussiertes Fahren ermöglicht.
Für wen diese 400CR heute Sinn ergibt

Wer eine klare Vorstellung vom eigenen Fahren hat, findet in der 1972 Husqvarna Pro-Fab Works 400CR ein Motorrad, das Erwartungen nicht verwässert. Die Daten sprechen für sich: 400 cm³ Zweitakt-Single mit etwa 29 kW/40 PS, Fünfgang seit 1972, 105 kg Gewicht, 800 mm Sitzhöhe, 229 mm Bodenfreiheit, Einrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl. Das ergibt ein Paket, das auf Motocross-Strecken verlässlich beschleunigt, sauber verzögert und sich im Enduro-Gelände präzise platzieren lässt. Durch die eindeutige Motornummer 71X4603 bleibt das Exemplar dokumentierbar und sammlerfreundlich. Der Aufruf erfolgt am 31. Januar 2026 als Lot N405 bei Las Vegas Motorcycles 2026, die Versteigerung steht also unmittelbar bevor. Entscheidend ist, dass hier Funktion über Form triumphiert – eine Maschine für Menschen, die fahren wollen, nicht nur besitzen. Preis: wird in der Auktion ermittelt.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges

