Die 65er-Klasse markiert für viele Nachwuchsfahrer den Übergang vom spielerischen Fahren zum strukturierten Motocross. Die GasGas MC 65 ist ein Motocross-Motorrad mit 64,9 cm³ Hubraum und flüssigkeitsgekühltem 2-Takt-Motor. Sie übernimmt eine Reihe von Komponenten aus größeren Modellen der Marke und richtet sich an Fahrer, die bereits mit Schaltgetriebe und Kupplung umgehen können.
GasGas MC 65: echtes Motocross für den Nachwuchs
Die GasGas MC 65 2027 verfügt über ein Sechsgang-Getriebe und eine hydraulisch betätigte Nasskupplung. Die Übersetzung ist so abgestuft, dass der Motor auf engen Strecken im nutzbaren Drehzahlbereich gehalten werden kann. Die Maschine rollt auf MAXXIS-Reifen, nutzt einen Twin Air Luftfilter und ein WP-Fahrwerk.

Der Chrom-Molybdän-Stahlrahmen ist für kindgerechte Geometrie ausgelegt. Heckrahmen, Verkleidung und der WP-XACT-Dämpfer lassen sich in der Höhe verstellen. Der Lenker bietet vier Montagepositionen. Diese Anpassungsmöglichkeiten ermöglichen es, die Sitzposition an die Körpergröße des Fahrers anzupassen.
Ergonomie, die mit dem Kind mitwächst
Die Verkleidung bietet vergrößerte Kontaktflächen für Knie und Beine. In Verbindung mit den ODI-Griffen und dem Lenker entsteht eine einheitliche Ergonomie. Der flachere Sitz soll das aktive Verlagern des Körpergewichts erleichtern.

Mehr Halt, mehr Kontrolle, mehr Vertrauen
Die Verkleidung und die Griffposition sind so gestaltet, dass Vibrationen reduziert werden sollen. Dies kann bei längeren Trainingseinheiten die Belastung für die Hände verringern.
Fahrwerk und Chassis: abgestimmt auf kleine Racer
Vorn kommt eine 35-mm-WP-XACT-USD-Gabel mit Luftkartusche und 215 mm Federweg zum Einsatz. Der Luftdruck lässt sich anpassen. Hinten arbeitet ein WP XACT Monoshock, der in Vorspannung sowie Hoch- und Niedriggeschwindigkeits-Druckstufe einstellbar ist.


Der Hybrid-Heckrahmen kombiniert glasfaserverstärktes Polyamid mit Stahlverstärkungen. Das Gewicht (ohne Kraftstoff) beträgt 54,3 kg. Die Aluminiumschwinge ist mit einem abgerundeten Kettenschleifer ausgestattet.
Motor und Technik: 2‑Takt-Power mit Feinschliff
Der Motor hat einen Hubraum von 64,9 cm³ bei einer Bohrung von 45,0 mm und einem Hub von 40,8 mm. Der Aluminiumzylinder ist mit einer druckgesteuerten Auslasssteuerung (PCEV) ausgestattet. Die Kraftstoffversorgung erfolgt über einen 24-mm-Mikuni-VM24-Vergaser. Nach der Herstellung bearbeitete Motorgehäuse und eine BRISK-Zündkerze kommen ebenfalls zum Einsatz.

Faszinierende Auslasssteuerung als Herzstück
Die Auslasssteuerung verändert den Auslassquerschnitt in Abhängigkeit von der Drehzahl. Bei niedrigen Drehzahlen bleibt der Motor gleichmäßiger, bei höheren Drehzahlen öffnet sich der Querschnitt weiter.
Bremsen, Geometrie und Alltag auf der Strecke
Der Kraftstofftank fasst rund 4,5 Liter. Der Radstand beträgt 1.142 mm, der Lenkkopfwinkel 64,5°. Sitzhöhe und Bodenfreiheit liegen bei 730 mm beziehungsweise 259 mm. Vorn bremst eine 198-mm-Scheibe, hinten eine 180-mm-Scheibe. Die Reifen haben die Dimensionen 60/100-14 vorn und 80/100-12 hinten.


Preis und Einordnung für Familien mit Rennambitionen
Die GasGas MC 65 2027 wird als Motocross-Motorrad für den Nachwuchs positioniert. Der unverbindliche Listenpreis beträgt 5.699,00 € inklusive 19 % Mehrwertsteuer zuzüglich 245,00 € Überführungs- und Handlingpauschale.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Für wen ist die GasGas MC 65 wirklich geeignet – und ab wann lohnt sich der Umstieg?
Die Maschine richtet sich an Fahrer, die bereits sicher mit Kupplung und Schaltung umgehen können. Die sechs Gänge sollen helfen, den Motor im passenden Drehzahlbereich zu halten.
2) Was bedeutet „mitwachsendes“ Bike in der Praxis – und welche Einstellungen bringen am meisten?
Heckrahmen, Verkleidung, Dämpfer und Lenker lassen sich in mehreren Positionen montieren. Eine niedrigere Einstellung kann die Kontrolle beim Anfahren erleichtern, eine höhere Einstellung mehr Bewegungsfreiheit bieten.
3) Ist die 2‑Takt-Power für junge Fahrer zu „giftig“ – oder hilft die Auslasssteuerung wirklich?
Die druckgesteuerte Auslasssteuerung soll die Leistungsabgabe über einen weiteren Drehzahlbereich verteilen und den Motor bei niedrigen Drehzahlen gleichmäßiger machen.


