Wer Benzin im Blut hat, bleibt selten auf eine Fahrzeugkategorie festgelegt. Die 1975er Yamaha YZ 360B Monoshock ist so ein Objekt der Begierde, das selbst eingefleischte Straßenfahrer innehalten lässt: ein puristisches Offroad‑Sportgerät, weiß, matching numbers, handgeschaltet mit fünf Gängen. Dieses Exemplar wird privat angeboten und steht in Bridgwater (Somerset, UK). Die YZ 360B gilt als prägende Maschine ihrer Ära: nur 1975 gebaut, sehr geringe Stückzahlen. Dazu kommt bei diesem Motorrad eine lange Trockenlagerung und eine behutsame Wiederinbetriebnahme – genau die Art von Historie, die im heutigen Verkehr und bei Klassik‑Events überzeugt, ohne den analogen Charakter zu verwässern.
Historie der Yamaha YZ 360B

Die YZ 360B markierte 1975 den Produktionsstart des seriennahen Monoshock‑Konzepts bei Yamahas Motocrossern, nachdem das Ein‑Federbein‑Prinzip 1974 vorgestellt worden war. Spät 1974 gingen zudem spezielle Serien der YZ 250B und YZ 360B in die USA – gedacht für besonders versierte Fahrer, teils mit gewichtsoptimierten Komponenten. Das hier beschriebene Exemplar kam vor über 25 Jahren aus den USA zurück, wurde vollständig restauriert und anschließend über 22 Jahre trocken eingelagert. Im Juni 2023 erwarb der aktuelle Anbieter das Motorrad, ließ es fachgerecht recommissionieren und zeigte es seither auf lokalen Classic‑Bike‑Shows, wo es viel Aufmerksamkeit erhielt.
Technik: 360 cm³ und Monoshock‑Fahrwerk

Im Zentrum steht der 360‑cm³‑Antrieb gekoppelt an ein manuelles Fünfgang‑Getriebe – genau die puristische, unmittelbare Mechanik, die Offroad‑Enthusiasten schätzen. Das Monoshock‑Heck sorgt für deutlich kontrolliertere Radführung und mehr Traktion auf wechselnden Untergründen. Zahlen sagen hier weniger als das Gefühl: direkte Gasannahme, klare Rückmeldung und jene kernige, mechanische Ehrlichkeit, die moderne Elektronik bewusst außen vor lässt.
Modifikationen mit Sinn: Werks‑Monoshock und Re‑Kommissionierung

Dieses Fahrzeug wurde nicht mit modernen Fremdteilen „verbessert“, sondern originalgetreu erhalten und nach der langen Standzeit fachgerecht wieder in Betrieb genommen. Das werkseitige Monoshock‑Layout ist die zentrale technische Besonderheit dieses Modells. Die Re‑Kommissionierung macht die YZ 360B alltagstauglich im klassischen Sinne: zuverlässig anspringen, sauber laufen, bereit für Klassiker‑Veranstaltungen – ohne den historischen Charakter zu überblenden.
Design, Räder und Ergonomiedetails

Die YZ 360B ist ein Lehrstück zweckmäßigen Offroad‑Designs: schlanke Proportionen, robuste Anbauteile, klare Ergonomie. Die weiße Optik unterstreicht den Werks‑Look jener Zeit. Hier geht es nicht um Effekte, sondern um Funktion – Griffigkeit auf den Rasten, ein Lenker mit direkter Rückmeldung und eine Silhouette, die aus jedem Winkel Vortrieb signalisiert.
Zustand, Laufleistung und Dokumentation

Matching numbers, lange Trockenlagerung, anschließend fachgerechte Wiederinbetriebnahme: Das Gesamtbild ist stimmig. Eine konkrete Laufleistung ist im Inserat nicht genannt. Laut Fahrzeughintergrund ist das Motorrad importiert; es bestehen keine offenen Finanzierungen, kein Totalschaden, und es sind keine größeren strukturellen Instandsetzungen vermerkt. Der Verkauf erfolgt privat in Bridgwater (Somerset, UK). Das Bike hat sich zuletzt auf lokalen Classic‑Shows bewährt und eignet sich ebenso für klassische Motocross‑Events.
Faszinierendes Detail: das Monoshock‑Fahrwerk

Zwischen allen Merkmalen ragt das Ein‑Federbein‑Konzept heraus. Es entschärft die Königsdisziplin des Geländefahrens: Traktion und Kontrolle auf wechselnden Oberflächen. Die Monoshock‑Abstimmung hilft beim präzisen Zirkeln auf engen Sektionen, stabilisiert bei Tempo und reduziert Ermüdung auf längeren Etappen. Für Enthusiasten, die den Maschinencharakter schätzen, ist das entscheidend: ein technisches Werkzeug, das den Flow erhöht, ohne den rohen Kontakt zum Untergrund zu verlieren.
Einordnung und Verkaufsrahmen

Die Yamaha YZ 360B aus dem Jahr 1975 bietet die seltene Kombination aus ikonischer Offroad‑Form, knackiger 360‑cm³‑Mechanik und dem damals revolutionären Monoshock‑Fahrwerk. Wer aus der Welt von Enduro und Motocross kommt, wird die Ehrlichkeit dieser Maschine schätzen: keine Filter, keine Überlagerung – nur präzises Zusammenspiel von Antrieb, Getriebe und Fahrwerk. Das Fahrzeug ist als For‑Sale‑Angebot eines Privatverkäufers in Bridgwater (Somerset) gelistet und steht bereit für viele weitere „klassische“ Kilometer – ob auf Veranstaltungen oder auf der Piste.
Preis: £5.900.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges

