1973 CZ 125 Motocross: Klassiker ohne Limit in Vegas

Seitenansicht einer 1973 CZ 125 Motocross mit weißem Tank, rotem Seitendeckel und Offroad-Bereifung.
Die 1973 CZ 125 Motocross mit charakteristischem Grand-Prix-Tank, rotem Rahmen und Sunburst-Zylinderkopf. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Ein seltener Moment für Freunde echter Zweitakt-Motocrosser: Die 1973 CZ 125 Motocross wird in Kürze versteigert. Am Mittwoch, dem 28. Januar 2026, kommt das Motorrad als Lot W205 bei Las Vegas Motorcycles unter den Hammer – angeboten von Mecum, ohne Mindestpreis. Für Sammler wie für Fahrer, die historische Technik ernst nehmen, ist das die Gelegenheit, ein komplettes Paket aus markanter Konstruktion, ehrlicher Leistungsangabe und klarer Herkunft zu sichern. Eine Galerie mit 20 Fotos dokumentiert den Zustand. Die 1973 CZ 125 Motocross steht in jener Linie, die den europäischen Offroad-Sport der frühen Siebziger mitgeprägt hat: kompakter 125-ccm-Einzylinder, handfeste Fahrwerksgeometrie und eine Optik, die auf den Rennplatz zielt, nicht auf die Eisdiele.

Auktion in Las Vegas: Lot W205 ohne Reserve

Seitenansicht einer originalen 1973 CZ 125 Motocross mit weißem Tank, rotem Rundschild und grobstolliger Offroad-Bereifung
Die seltene 1973 CZ 125 Motocross mit rotem Rahmen und charakteristischem Grand-Prix-Tank (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Das Umfeld passt: Las Vegas Motorcycles 2026 gilt als Schauplatz, an dem sich Fahrgeschichte und Markttransparenz treffen. Keine Reserve bedeutet, dass der Zuschlagspreis vom Saal bestimmt wird – ein Vorteil für Bieter, die den Wert historischer CZ-Fahrwerke und die Qualitäten eines leichtfüßigen 125ers kennen. Die Identität dieses Exemplars ist sauber belegbar: Motornummer 9845000229 und Rahmennummer 9842672 sind angegeben. Wer Oldtimer im Offroad-Bereich sammelt, weiß, dass diese Details über Authentizität und Matching-Status entscheiden können. Die 1973 CZ 125 Motocross ist ein Werkzeug, keine Vitrine: ein Motorrad ohne überflüssige Einrichtungen, gebaut für den Moment, in dem Startband und erste Kurve das Sagen haben.

Technik mit Fokus auf die Strecke

Frontansicht einer 1973 CZ 125 Motocross mit rotem Startnummernschild und grobstolliger Bereifung auf Betonboden vor neutralem Hintergrund.
Frontansicht der seltenen 1973 CZ 125 Motocross, typische Merkmale wie breite Stollenreifen, klassische Federbeine und das legendäre rote Startnummernschild sind zu erkennen. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Der luftgekühlte 125-ccm-Einzylinder arbeitet als Piston-Port-Zweitakter – eine Lösung, die in dieser Hubraumklasse für unmittelbare Gasannahme und reduzierten Aufbau steht. Die Gemischschmierung mit vorgemischtem Benzin/Öl ist unkompliziert, die Zündung übernimmt ein Schwunglichtmagnet. Gekoppelt wird das Aggregat an ein manuelles Fünfganggetriebe. Die Leistungsangabe von 17 kW (23 PS) bei 8.400/min ist für einen frühen Siebziger-125er schlüssig und unterstreicht den Charakter als Sportgerät. Ein Instrumententräger fehlt bewusst; Konzentration auf Motorgeräusch, Gangwahl und Traktion ist integraler Bestandteil des Konzepts. Mit einem Trockengewicht von 97,5 kg trifft die Maschine den Punkt zwischen Handlichkeit und Stabilität, wie es im Cross-Einsatz gefragt ist.

Fahrwerk, Geometrie und Reifenwahl

Kraftstofftank einer 1973 CZ 125 Motocross mit schwarzem Lufteinlass und CZ-Logo.
Der charakteristische Grand-Prix-Sargtank der 1973 CZ 125 Motocross mit Original CZ-Emblem. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Der Rahmen setzt auf einen Single-Downtube-Vollschleifenaufbau: robust, direkt und gut zugänglich, wenn Wartung ansteht. Vorn arbeitet eine Telegabel, hinten führen Schwinge und zwei CZ-Federbeine das Hinterrad. Die Radstände von 143,5 cm und die Bodenfreiheit von 17,8 cm zeigen die Balance aus Richtungsstabilität und Bodenkontakt über Spurrillen, Kanten und Bremswellen. Leichte Alufelgen tragen die für den Zweck stimmige Bereifung: 2.50×21 vorn für präzise Spurtreue, 3.25–3.50×18 hinten für Traktion und eine saubere Abstützung beim Herausbeschleunigen. Der Tank fasst 7,6 l – genug für Trainings- und Rennläufe, ohne das Paket unnötig zu beschweren.

Jahrgang 1973: Erkennungszeichen mit Substanz

Seitenansicht der Sitzbank, des Rahmens und Hinterrads einer CZ 125 Motocross von 1973.
Detailaufnahme der originalen Sitzbank mit CZ-Logo und des hinteren Rahmens der 1973 CZ 125 Motocross. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Das Modelljahr 1973 brachte eine Reihe eigenständiger Merkmale: der graue, sogenannte Grand-Prix-Sargtank, der rote Rahmen, der radiale Sunburst-Zylinderkopf sowie ein vorderes Schutzblech aus Glasfaser. Diese Bausteine sind mehr als nur optische Signale; sie definieren den Bauzustand des Jahrgangs und machen das Motorrad für Kenner klar identifizierbar. Besonders der radiale Zylinderkopf sticht heraus – er gibt der 125er eine unverwechselbare Silhouette und ist zum visuellen Markenzeichen geworden. In Summe formt diese Ausstattung jenen trockenen, zielgerichteten Auftritt, der die Maschine deutlich vom eher schlichten Gelb-Tank-Look der Vorjahre absetzt und den Schritt in eine ausgereiftere Bauphase markiert.

Wie die Reihe dorthin kam

Detailfoto des Motors einer 1973 CZ 125 Motocross mit radialem Zylinderkopf und Mechanik.
Detailansicht des Zweitakt-Einzylindermotors der 1973 CZ 125 Motocross, Teil der bevorstehenden Auktion in Las Vegas. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Der Weg zur 1973 CZ 125 Motocross führt durch die sogenannte Yellow-Tank-Ära von 1970 bis 1972, als die ersten 125er-MX-Modelle der Baureihe (Kennungen 984.1 bis 984.3) entstanden. 1971 war das erste Jahr, in dem die CZ 125 MX offiziell in die USA importiert wurde – ein wichtiger Schritt, der die internationale Sichtbarkeit erhöhte. Interessant sind die Werksangaben: 1971 wurden 23 PS und 102 kg Trockengewicht genannt, 1972 lagen die Daten bei 19 PS und 94 kg. 1973 dann der Schnitt mit neuen Wiedererkennungsmerkmalen: grauer Grand-Prix-Tank, roter Rahmen, Sunburst-Kopf und ein Frontkotflügel aus Glasfaser. Die hier angebotene 1973er steht somit an einem Knotenpunkt von Entwicklung und Exportgeschichte.

Purismus als Programm

Nahaufnahme des Motors, Rahmens und Hinterrads einer CZ 125 Motocross von 1973
Detailansicht des luftgekühlten Einzylindermotors und Antriebsstrangs der CZ 125 Motocross Baujahr 1973 (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Dass die 1973 CZ 125 Motocross ohne Instrumente auskommt, gehört zum Selbstverständnis eines Werkzeugs für Pistenbetrieb. Jede Schraube dient einer Aufgabe, jedes Bauteil steht im Dienst von Linie, Tempo und Kontrolle. Der Fünfgang-Antrieb passt zur drehfreudigen Charakteristik eines 125-ccm-Zweitakters, der über die Kupplung präzise im Bereich gehalten werden will, in dem sein Leistungsplateau liegt. Das Zusammenspiel aus 97,5 kg Trockengewicht, 143,5 cm Radstand und der gewählten Reifenbestückung erklärt, warum Maschinen wie diese sich auch heute noch auf Vintage-Strecken behaupten können: klare Rückmeldung, neutrale Lenkung und die Art von Direktheit, die moderne Fahrwerke oft dämpfen.

Nummern, Details und Eignung

Die Angabe der Nummern – Motor 9845000229, Rahmen 9842672 – erhöht die Transparenz für Käufer, die Originalität und Modelltreue bewerten. Aluminiumfelgen, Telegabel, Doppelstoßdämpfer, die 7,6-l-Tankgröße und die konsequent einfache Elektrik mit Schwunglichtmagnetzündung ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Wer sich fragt, für wen diese 125er heute passt: Sammler mit Fokus auf europäische MX-Geschichte finden hier einen authentischen Baustein, Fahrer mit Hang zu historischen Trainings- und Gleichmäßigkeitsformaten ein handliches, ehrliches Motorrad. Und wer die frühen Siebziger schätzt, erkennt in Tankform, Rahmenfarbe und dem markanten Zylinderkopf die Essenz einer Ära, in der Funktion und Form unmittelbar zusammenfanden.

Verkauf bei Mecum: bald, klar und ohne Netz

Die Tatsache, dass die Maschine am Mittwoch, dem 28. Januar 2026, bei Mecum in Las Vegas als Lot W205 ohne Reserve aufgerufen wird, macht den Zeitpunkt relevant. Die 20 Fotos des Angebots bieten zusätzliche Sicherheit bei der Beurteilung, doch die technischen Eckdaten sprechen bereits eine deutliche Sprache: 17 kW (23 PS) bei 8.400/min, 97,5 kg trocken, 143,5 cm Radstand, 17,8 cm Bodenfreiheit, 21-Zoll-Vorderrad in 2.50 Breite, 18-Zoll-Hinterrad zwischen 3.25 und 3.50 – dazu der robuste Vollschleifenrahmen. Die 1973 CZ 125 Motocross bleibt damit ein Motorrad für Menschen, die Fahrgefühl, mechanische Klarheit und historische Stimmigkeit höher bewerten als Komfort oder Assistenzsysteme. Genau in diesem Spannungsfeld entfaltet sie ihren Reiz.

Preis: wird beim Zuschlag ermittelt; Verkauf ohne Mindestpreis (No Reserve).

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges