TM MX 300 ES 2T CORSE 2026: Kraftpaket für MX-Abenteurer

TM MX 300 ES 2T CORSE Motocross-Motorrad mit Aluminiumrahmen und KYB-Fahrwerk von der Seite
Die TM MX 300 ES 2T CORSE zeigt sich mit Aluminium-Deltabox-Rahmen und Offroad-Fahrwerk in der Seitenansicht. (Foto: tm-moto.it)

Tradition trifft Technik: Die Rolle der TM MX 300 ES 2T

Die TM MX 300 ES 2T CORSE 2026 gehört zu den Motorrädern, die im Motocross- und Enduro-Bereich eine besondere Nische besetzen: Sie richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die ein kompromisslos sportliches Arbeitsgerät suchen, aber Wert auf feine technische Lösungen legen. Seit etwa 2008 ist das 300er-Zweitaktmodell Teil des MX-Line-ups von TM Racing und hat seither mehrere Evolutionsstufen durchlaufen. Mit der umfassenden Überarbeitung des Modelljahres 2023 wurden Technik und Design grundlegend modernisiert, ohne den rauen Charakter eines leistungsstarken Zweitakters zu verlieren. Für 2-Takt-Fans ist sie damit ein spannendes Gegenstück zu den großen Viertaktern im Offroad-Segment.

Seitenansicht der TM MX 300 ES 2T CORSE, ein modernes Offroad-Motorrad mit Aluminium-Deltabox-Rahmen und KYB-Upside-Down-Gabel.
Die TM MX 300 ES 2T CORSE vereint moderne Technik mit klassischer Zweitakt-Power für Motocross und Enduro. (Foto: tm-moto.it)

Gerade wer zwischen Motocross-Strecke und Enduro-Loop pendelt, findet in der 293,2 cm³ starken TM MX 300 ES 2T CORSE ein Motorrad, das eine robuste Basis mit viel Feinschliff verbindet. Der 300er-Motor, der wahlweise auch in einer Variante mit Einspritzung angeboten wird, ist auf ein breites Einsatzspektrum ausgelegt: Von hartem MX-Betrieb bis zu technisch anspruchsvollen Enduro-Passagen. Die kontinuierlichen Verbesserungen im Laufe der Jahre zielen genau darauf ab, Leistung und Fahrbarkeit immer weiter zu verfeinern.

Aluminium-Deltabox-Rahmen als Rückgrat im Gelände

Auffällig ist die aufwendige Rahmenkonstruktion: TM setzt auf einen deltaboxartigen Aluminiumrahmen aus selbsthärtendem Material, bei dem extrudierte und geschmiedete Teile kombiniert werden. Diese Bauweise dient nicht nur der Gewichtsersparnis, sondern soll auch ein sehr präzises, aber berechenbares Flexverhalten erzeugen. Für den Fahrer bedeutet das ein direktes Feedback vom Untergrund, ohne dass das Motorrad nervös wirkt – ein entscheidender Faktor, wenn Spurrillen, Bremswellen und harte Landungen an der Tagesordnung sind.

TM MX 300 ES 2T CORSE 2026

Ein weiteres Detail ist die Kombination extrudierter und geschmiedeter Aluminiumteile im Rahmen. Diese robust ausgelegten Bauteile sind auf extreme Belastungen ausgelegt, wie sie im Motocross-Rennbetrieb und beim aggressiven Enduro-Fahren auftreten. Vor allem Fahrer, die gerne über Sprungkanten pushen oder in Steinfeldern unterwegs sind, profitieren von dieser robusten Auslegung. Gleichzeitig bleibt das fahrfertige Gewicht ohne Kraftstoff mit 95 kg für ein 300er-Zweitaktmodell im sportlichen Rahmen.

Fahrwerk mit KYB-Gabel und TM-Monoshock im Zusammenspiel

Für absolute Kontrolle im Gelände vertraut TM bei der MX 300 ES 2T CORSE vorne auf eine 48-mm-Upside-Down-Gabel von Kayaba (KYB) und hinten auf einen hauseigenen TM-Monoshock. Die Abstimmung ist darauf ausgelegt, Schläge effektiv wegzufiltern und gleichzeitig die Reaktionen am Lenker zu reduzieren. Das Ziel: Ein leichtes, präzises Einlenkverhalten, das dem Fahrer hilft, die Spur zu halten, selbst wenn der Untergrund unruhig wird.

TM MX 300 ES 2T CORSE 2026

Mit 310 mm Federweg vorne und 300 mm hinten gehört das Fahrwerk klar in die Kategorie kompromissloser Offroad-Sport. In Kombination mit einer Bodenfreiheit von 36 cm wird deutlich, dass die TM MX 300 ES 2T CORSE für anspruchsvolle Streckenverhältnisse konstruiert ist. Der Lenkkopfwinkel von 63° unterstützt zusätzlich ein ausgewogenes Handling: ausreichend Stabilität für schnelle Passagen, aber noch agil genug für enge Kurven und knackige Kehren im Enduro-Einsatz. Die Sitzhöhe von 98,5 cm richtet sich klar an sportlich ambitionierte Fahrer mit entsprechender Körpergröße und Offroad-Erfahrung.

300er-Zweitakter mit eMoticom-Steuerung und E-Starter

Herzstück der TM MX 300 ES 2T CORSE ist der 2-Takt-Einzylinder mit 72 mm Bohrung und 72 mm Hub, der auf einen Hubraum von 293,2 cm³ kommt. Der Motor ist klassisch mit einem Keihin PWK-Vergaser mit 38 mm Durchlass ausgestattet, was für viele Offroad-Enthusiasten eine gute Nachricht ist: Die Abstimmung lässt sich exakt an Strecke, Witterung und Fahrstil anpassen. Gleichzeitig überwacht ein eMoticom-Steuergerät die Motorparameter und sorgt für ein sauberes, kontrollierbares Ansprechverhalten – eine wichtige Komponente, um die teils brachiale Leistungsentfaltung eines 300er-Zweitakters in nutzbare Traktion umzusetzen.

Deltabox Rahmen, Motorblock und HGS Auspuff der TM MX 300 ES 2T CORSE 2026

Ein Komfortdetail, das im harten Gelände schnell unverzichtbar wird, ist der elektrische Start. Gerade bei einem drehmomentstarken 2-Takt-Motor im Grenzbereich ist es ein Vorteil, den Motor auf Knopfdruck wiederzuerwecken, wenn er im schwierigen Abschnitt ausgeht. Optional kann zusätzlich ein Kickstarter montiert werden, was für Puristen und für extreme Einsätze eine interessante Ergänzung darstellt. Die Mehrscheiben-Ölbadkupplung ist auf Dauerbelastung ausgelegt und ermöglicht ein fein dosiertes Einkuppeln, etwa beim Anfahren auf rutschigem Untergrund oder in steilen Auffahrten.

Bremsen, Ergonomie und Details für den Rennalltag

Bei den Bremsen setzt TM MX 300 ES 2T CORSE auf eine pragmatische Kombination: Vorne verzögert ein 270-mm-Bremsscheibe mit Brembo-Sattel und Brembo-Hauptzylinder, hinten arbeitet eine 240-mm-Scheibe mit Nissin-Sattel und Nissin-Geberzylinder. Diese Mischung aus bewährten Komponenten sorgt für klare, gut dosierbare Bremsleistung und lässt sich im Rennalltag unkompliziert warten. Die Verwendung einer RK 520 MXU-Kette passt ins Bild: robust und auf harte Offroad-Bedingungen ausgelegt.

Die Achse der TM MX 300 ES 2T CORSE 2026 ist mit einem Schlüssel zu entfernen

Der 9,0-l-Serientank ist für klassische Motocross-Einsätze ausreichend, für längere Enduro- oder Cross-Country-Touren steht optional ein 12,0-l-Tank zur Verfügung. Die Vorderrad- und Hinterradgröße folgt der gängigen MX-Dimensionierung: rund 53,3 cm (21 Zoll) vorn und 48,3 cm (19 Zoll) hinten und bietet damit eine große Auswahl an Reifenprofilen für unterschiedliche Untergründe – vom tiefen Sand bis zu hartgefahrenen, steinigen Pisten.

Faszinierendes Detail: Aus dem Vollen gefräste Aluteile

Unter den vielen technischen Besonderheiten der TM MX 300 ES 2T CORSE sticht die hochwertige Verarbeitung der Aluminiumkomponenten hervor. Am Rahmen kommen extrudierte und geschmiedete Teile zum Einsatz; weitere Bauteile sind teils aus dem Vollen gefräst. Dieser Ansatz ist im Offroad-Bereich eher selten und zeigt den Fokus auf höchste Steifigkeit und Langlebigkeit. Wer das Motorrad im Stand betrachtet, erkennt diese gefrästen Teile an ihren klaren Kanten und der massiven Anmutung – ein visueller Hinweis auf den Anspruch, ein reinrassiges Sportgerät für extreme Einsätze zu liefern.

Aus einem Stück gefräste Gabelbrücke der TM MX 300 ES 2T CORSE 2026

Im Fahrbetrieb zahlt sich dieses Konzept vor allem dort aus, wo andere Motorräder an ihre Grenzen kommen: harte Landungen nach großen Sprüngen, schnelle Wechsel zwischen tiefen Rillen, Wurzelpassagen und verblocktes Gelände. Die solide Basis reduziert Verwindungen und trägt dazu bei, dass das Fahrwerk präzise arbeitet. Fahrer, die ein direktes, ehrliches Feedback von ihrem Motorrad schätzen, finden hier genau die Art von Mechanik, die den Unterschied zwischen einem soliden Offroad-Bike und einer konsequenten Rennmaschine ausmacht.

Bilder: Hersteller

FAQ

1) Für wen ist die TM MX 300 ES 2T CORSE besonders geeignet – Motocross, Enduro oder beides?

Die MX 300 ES 2T CORSE richtet sich vor allem an sportlich ambitionierte Fahrer, die ein sehr leistungsstarkes, direktes Motorrad suchen und sich nicht nur auf eine Disziplin festlegen wollen. Durch den drehmomentstarken 293,2-cm³-Zweitakter fühlt sie sich auf der MX-Strecke druckvoll an, kann aber auch in technischen Enduro-Passagen überzeugen, wenn Traktion und feines Ansprechen wichtig sind. Rahmen, Fahrwerk (KYB vorn, TM-Monoshock hinten) und die große Bodenfreiheit sind klar auf harte Einsätze ausgelegt. Einsteiger profitieren weniger – Erfahrung hilft, das Potenzial kontrolliert zu nutzen.

2) Was bedeutet der Aluminium-Deltabox-Rahmen in der Praxis für Fahrgefühl und Haltbarkeit?

Der deltaboxartige Aluminiumrahmen ist mehr als ein „Leichtbau“-Argument: Er soll ein präzises, berechenbares Flexverhalten liefern. In der Praxis heißt das, dass das Motorrad in Spurrillen, bei Bremswellen und nach Sprüngen stabil bleibt, ohne sich schwammig anzufühlen. Gleichzeitig erhält der Fahrer klares Feedback vom Untergrund, was besonders auf wechselnden Böden (hart, wellig, steinig) hilft. Die extrudierten und geschmiedeten Aluminiumteile an stark belasteten Punkten erhöhen zudem die Robustheit bei aggressivem Fahrstil. Wer häufig hart landet oder in verblocktem Gelände fährt, profitiert von dieser steifen, langlebigen Basis.

3) Welche Vorteile bieten eMoticom-Steuerung und E-Starter bei einem 300er-Zweitakter?

Ein 300er-Zweitakter hat oft eine sehr kräftige, teils „brutale“ Leistungsentfaltung. Die eMoticom-Steuerung unterstützt dabei, dass das Ansprechverhalten sauber und kontrollierbar bleibt – wichtig, um die Power in Traktion umzusetzen, statt nur durchdrehendes Hinterrad zu produzieren. So lässt sich die Maschine in rutschigen Kurven, auf Wurzeln oder beim Herausbeschleunigen aus engen Kehren besser dosieren. Der E-Starter ist im Gelände ein echter Praxisgewinn: Wenn der Motor in einem schwierigen Abschnitt ausgeht, startet man schnell per Knopfdruck, ohne Kraft zu verlieren oder riskant zu balancieren. Optionaler Kickstarter bleibt für extreme Einsätze interessant.