Leichter 250er-Crosser mit klarer Ausrichtung

Die Suzuki RM-Z250 ist ein 250er-Viertakt-Motocrosser, der sich an ambitionierte Einsteiger und Hobby-Racer richtet. Ihr 249 cm³ großer Einzylinder-Viertaktmotor ist flüssigkeitsgekühlt, mit DOHC-Zylinderkopf und vier Titanventilen. Mit 31 kW (42 PS) bei 12.500 U/min liegt die Leistung im Klassenüblichen – entscheidend ist die kontrollierbare Umsetzung auf losem Untergrund. Suzuki setzt hier auf technische Lösungen, die das Bike für wöchentliches Training und Wochenend-Rennen geeignet machen.
Bei einem vollgetankten Gewicht von 106 kg und einem 6,3-Liter-Tank bleibt die RM-Z250 handlich. Der schlanke Aluminium-Brückenrahmen sorgt für präzise Lenkung auf engen Kursen. Für Umsteiger von kleineren Klassen oder Enduros entsteht ein vertrautes Fahrgefühl, das nicht überfordert.
Motorcharakter und Fahrbarkeit im Gelände

Der Reiheneinzylinder hat eine Verdichtung von 13,75:1 und ein elektronisches Einspritzsystem, was für spontane Gasannahme sorgt. Der Motor lebt im mittleren und oberen Drehzahlbereich auf, mit maximal 29 Nm Drehmoment bei 9.000 U/min. Das passt zu einem drehfreudigen Charakter: Wer ausdrehen und sauber schalten mag, findet einen starken Partner für den Kurvenausgang.
Die Fünfgang-Schaltung ist klassisch mit Fußbetätigung, die Gangabstufung (von 2,15 im ersten bis 1,09 im fünften Gang) eignet sich für enge MX-Strecken und schnellere Passagen. Die mehrscheibige Ölbadkupplung mit Seilzug vereinfacht die Wartung und ermöglicht dosierbares Anfahren. Der Kickstarter betont die Fokussierung auf Gewichtsersparnis und robuste Mechanik.
Fahrwerk: Reserven für Hobbyracer und Aufsteiger

Im Offroad-Bereich zählt das Fahrwerk oft mehr als Motorleistung. Die RM-Z250 hat eine 48-mm-Kayaba-Upside-Down-Gabel, voll einstellbar in Federvorspannung, Druck- und Zugstufe. Vorn gibt es 310 mm Federweg, hinten 299 mm. Die Aluminium-Kastenschwinge mit Monofederbein bietet umfassende Einstelloptionen.
Mit einem Lenkkopfwinkel von 61,3 Grad, 125 mm Nachlauf und 1.485 mm Radstand tendiert die Geometrie zur Agilität, ohne nervös zu wirken. Die Bodenfreiheit von 330 mm lässt Raum für Sprünge und Spurrillen. Die Sitzhöhe von 955 mm erfordert Routine, wie in dieser Klasse üblich.
Bremsen, Räder und Ergonomie im Praxisfokus

Vorn bremst eine 270-mm-Scheibe mit Doppelkolbensattel, hinten eine 240-mm-Scheibe mit Einkolbensattel. Das passt zur Leistung und zum Gewicht, mit Reserven für harte Anbremszonen. Der Fokus liegt auf dosierbarer Kontrolle, was Einsteiger schätzen.
Die Radkombination – 21 Zoll vorn (80/100-21) und 19 Zoll hinten (100/90-19) – erlaubt vielfältige MX-Reifen. Die flache Sitzbank erleichtert Positionswechsel. Der konifizierte Renthal-Aluminiumlenker fördert eine sportliche Haltung und spart Gewicht.
Elektronik-Features: Holeshot und Traktionsmanagement
Das Elektronikpaket zielt auf Rennstarts und Traktion ab. Die elektronische Zündanlage (CDI) wird durch Suzuki Holeshot Assist Control (S-HAC) und das Traction Management System ergänzt. S-HAC bietet drei Modi für optimale Starts, je nach Boden, um Durchdrehen zu minimieren und Vortrieb zu maximieren.
Das Traction Management System passt die Leistung an Streckenbedingungen an, für bessere Traktion. Das gibt Einsteigern Sicherheit und Profis Konstanz. So bringt die RM-Z250 Renntechnik in den Hobby-Bereich.
Design, Positionierung und Zielgruppe
Optisch präsentiert sich die RM-Z250 im gelb-blauen Renn-Design mit aggressiver Verkleidung. Die schmale Form erleichtert Bewegung und Kniekontakt. Das funktionale Styling unterstützt intuitive Ausrichtung am Bike.
Als Einsteiger-250er richtet sie sich an Umsteiger in die Viertaktklasse und geübte Hobbyfahrer, die ein robustes Bike für Training suchen. Es ist ein strukturiertes Paket aus Motor, Fahrwerk und Elektronik, anpassbar an Fortschritte.
Bilder: Hersteller

