1976 Yamaha YZ250C: Monocross-Ikone bei Mecum-Auktion

Klassische 1976 Yamaha YZ250C Motocross-Maschine mit Startnummer 1, Seitenansicht auf einer Wiese.
Die seltene Yamaha YZ250C Jahrgang 1976 mit Monocross-Heck und Aluminiumtank, aufgenommen bei natürlichem Licht. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Wer den Geruch von Zweitakt im Sand liebt, sollte den Kalender öffnen: Die 1976 Yamaha YZ250C wird am Donnerstag, 29. Januar 2026, bei der Veranstaltung Las Vegas Motorcycles 2026 unter dem Hammer stehen. Verkäufer ist Mecum Auctions, die Maschine läuft als Lot N13 und trägt die Seriennummer 509100488. Es handelt sich um ein klassisches Motocross-Motorrad jener Ära, kompakt, leicht und puristisch – gebaut, um Stollenreifen in den Boden zu fräsen. Der Auktionskatalog führt 13 Fotos, genug, um die Linien dieser YZ zu studieren und die typischen Details des Jahrgangs 1976 zu erkennen. In einer Zeit, in der elektronische Helfer die Szene prägen, erinnert dieses Bike daran, wie unmittelbar Offroad früher funktionierte: Gas, Kupplung, Linie – mehr braucht es nicht, um einen Kurs zügig zu umrunden.

Historie der 1976 Yamaha YZ250C

Seitliche Ansicht einer 1976 Yamaha YZ250C mit Nummer 1 und typischen Motocross-Merkmalen.
Klassisches Motocross-Motorrad: Die frühe Yamaha YZ250C mit charakteristischem Monocross-Heck und Aluminium-Tank. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Die Baureihe YZ250 trat 1974 erstmals an und wird bis heute gebaut – eine Seltenheit im Motocross, wo Modellnamen oft kommen und gehen. Der Jahrgang 1976 trägt die Kennung YZ250C und markiert eine frühe Entwicklungsstufe, in der Yamaha schon Konzepte erprobte, die den Sport prägten. Zentral steht das Monocross-Heck: ein einzelnes, zentral angeordnetes Federbein statt der bis dahin üblichen Doppeldämpfer. Diese Idee senkte die Komplexität, bündelte Kräfte im Rahmen und wurde zum Erkennungszeichen der frühen YZ-Generation. Auch der Blick aufs Material zeigt den Fokus auf Gewicht: Der Tank war bei den frühen YZ250 aus Aluminium ausgeführt, um jedes überflüssige Gramm einzusparen. In Summe entstand ein Motorrad, das den Übergang von improvisierten Crossern zu gezielt entwickelten Wettbewerbsgeräten mitdefinierte.

Technische Daten im Geländekontext

Yamaha YZ250C Baujahr 1976, Motocross-Motorrad mit weißem Tank und rotem Streifen, Seitenansicht auf Gras.
Die klassische 1976 Yamaha YZ250C mit Startnummer 1 auf einer Wiese, klarer Blick auf Tank, Sitzbank und Monocross-Federbein. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Die 1976 Yamaha YZ250C setzt auf einen luftgekühlten Zweitakt-Einzylinder mit 246 cm³. Die Leistung liegt bei 20 hp, was rund 15 kW entspricht. Kombiniert mit einem Trockengewicht von etwa 96,2 kg ergibt sich ein Verhältnis, das für enge Pisten, kurze Sprinteinlagen und präzise Linienwahl taugt. Geschaltet wird über ein manuelles Fünfgang-Getriebe, das dem Fahrer die volle Zugkraftverteilung über den Kurs lässt. Der Radstand misst 1,466 m; damit liegt die Maschine stabil genug für schnelle Sektionen und bleibt wendig, wenn Rillen und Spurrillen das Tempo diktieren. 7,6 l Tankvolumen reichen für Trainingsläufe oder eine Serie kurzer Rennheats, ohne Ballast an Bord. Nichts lenkt ab: Kein überbordender Zierrat, nur Technik, die dem Zweck dient – Grip finden, Schwung halten, den Takt des Kurses treffen.

Faszinierendes Detail: das Monocross-Heck

Nahaufnahme des Aluminiumtanks einer 1976 Yamaha YZ250C mit rotem Streifen und japanischem Schriftzug.
Aluminiumtank der Yamaha YZ250C von 1976 mit originalen Dekorstreifen und japanischem Yamaha-Schriftzug. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Besonders faszinierend bleibt das Monocross-Heck der frühen YZ-Modelle. Statt zweier außenliegender Dämpfer arbeitet ein einzelnes Federbein zentral am Rahmen. Diese Anordnung bestimmte die Silhouette und veränderte das Gefühl fürs Hinterrad: Die Krafteinleitung wirkt geradlinig, das Motorrad reagiert klar auf Gasbefehle und Gewichtsverlagerungen. In den 1970ern war dieses Konzept ein deutlicher Bruch mit Gewohnheiten – und wurde rasch zum Vorbild vieler moderner Fahrwerksideen. Im Kontext der 1976 Yamaha YZ250C passt es ideal zum restlichen Purismus: Ein kräftiger Zweitakter, ein straffer Rahmen, ein zentriertes Federbein – mehr braucht ein Crosser jener Zeit nicht, um auf weichem Boden oder hartem Lehm die entscheidenden Meter zu machen. Wer historische Technik erleben will, findet hier ein lehrbuchartiges Beispiel.

Material und Gewichtsbalance

Motocross-Motorrad Yamaha YZ250C Baujahr 1976 von hinten, auf Grasfläche stehend.
Die klassische 1976 Yamaha YZ250C mit Monocross-Heck von hinten, aufgenommen im Freien. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Ein weiteres Detail aus dieser Epoche: der aus Aluminium gefertigte Tank der frühen YZ250-Modelle, gewählt, um Masse zu sparen. Das angegebene Gewicht von etwa 96,2 kg zeigt, wie konsequent Yamaha damals an der Waage gefeilt hat. Zusammen mit dem kompakten Radstand von 1,466 m entsteht eine Balance, die das ständige Wechselspiel aus Anbremsen, Einlenken und Herausbeschleunigen begünstigt. Mit 7,6 l Sprit bleibt die Fuhre leichtfüßig; genug für typische Motocross-Stints, ohne die Nase schwer zu machen. Dieses Zusammenspiel aus schmalem Aufbau und reduziertem Materialeinsatz erklärt, warum die 1976 Yamaha YZ250C auch Jahrzehnte später unmittelbar wirkt: Sie fordert aktive Fahrtechnik, bietet aber im Gegenzug jenes klare Feedback, das moderne, stark gedämmte Motorräder selten liefern.

Antrieb und Übersetzung auf der Strecke

Nahaufnahme des Lenkers und Tanks einer Yamaha YZ250C Baujahr 1976 im Freien
Blick auf den Lenker und Tank der klassischen Yamaha YZ250C von 1976 (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Der luftgekühlte Zweitakt-Single der YZ250C ist ein Paradebeispiel für mechanische Direktheit. 20 PS, rund 15 kW, treffen auf ein manuelles Fünfgang-Getriebe – ein Setup, das das Timing der Schaltpunkte zur entscheidenden Disziplin macht. Auf Cross-Pisten mit wechselndem Grip lässt sich die Leistung so dort platzieren, wo sie gebraucht wird: am Ausgang der Kurve, beim Anheben des Vorderrads über Kanten oder beim kurzen Sprint zwischen zwei Sprüngen. Die einfache, robuste Architektur passt zum Einsatzzweck und erleichtert das Lesen des Untergrunds. Nichts wird überdeckt, nichts verschleiert: Das Motorrad kommuniziert, der Fahrer antwortet. Auch darin liegt die anhaltende Faszination dieses Jahrgangs.

Für wen eignet sich die 1976 Yamaha YZ250C

1976 Yamaha YZ250C mit zentralem Federbein und Aluminiumtank, seitlich auf einer Wiese ausgestellt.
Detailaufnahme der legendären 1976 Yamaha YZ250C mit Monocross-Heck. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Die 1976 Yamaha YZ250C spricht mehrere Lager an. Sammler erhalten ein klar datiertes Exemplar mit der Seriennummer 509100488, verortet im prägenden Monocross-Kapitel der 1970er. Technikfans finden eine Maschine, die die Grundlagen moderner Crosser bereits anlegt, ohne den historischen Charakter zu verlieren. Und wer gern fährt, wird das handliche Gewicht, den kurzen Radstand und die unmittelbare Zweitakt-Charakteristik zu schätzen wissen. Der Auktionskatalog hält 13 Fotos bereit – genug Material, um Details und Jahrgangsmerkmale zu vergleichen und sich vorab einzulesen. Entscheidend aber bleibt der Kontext: eine Wettbewerbsmaschine, die ihren Zweck nicht versteckt, sondern nach wie vor spüren lässt.

Auktionsdetails und Preis

Motoransicht der 1976 Yamaha YZ250C mit zentralem Monocross-Heck und Aluminiumtank.
Der luftgekühlte Zweitaktmotor der 1976 Yamaha YZ250C im Detail, typisch für das Motocross-Bike jener Ära. (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Versteigert wird die 1976 Yamaha YZ250C von Mecum Auctions im Rahmen der Las Vegas Motorcycles 2026. Der Termin ist Donnerstag, 29. Januar 2026; geführt wird das Motorrad als Lot N13. Diese Klarheit macht die Planung einfach – und die Spannung steigt, je näher der Zuschlag rückt. Für das Protokoll: Hubraum 246 cm³, luftgekühlter Zweitakt-Einzylinder, 5-Gang-Getriebe, Leistung 20 hp (rund 15 kW), Gewicht ca. 96,2 kg, Radstand 1,466 m, Tankvolumen 7,6 l. Damit liegt die 1976 Yamaha YZ250C genau dort, wo Puristen sie lieben: reduziert auf das Wesentliche und jederzeit bereit für lose Böden. Preis: wird am 29. Januar 2026 mit dem Zuschlag bei Mecum Auctions festgelegt.

Bilder: Anbieter des Fahrzeuges