Seltene Marken erzählen im Offroad-Kosmos oft die spannendsten Geschichten. Die 1974 Carabella 125 Motocross gehört genau in diese Kategorie und steht kurz vor dem Auktionsstart: Am Donnerstag, 29. Januar 2026, kommt sie als Los N126 im Rahmen der Veranstaltung Las Vegas Motorcycles 2026 unter den Hammer. Der kompakte 125 cm³ Einzylinder und ein 5‑Gang‑Getriebe bilden die technische Basis, die in der 125er‑Klasse für Tempo aus der Kurve und präzises Fahren steht. Für Sammler wichtig: Es existiert eine umfangreiche Fotostrecke mit 51 Bildern, die jedes Detail festhält. Der Blick geht damit nicht nur auf Technik, sondern auch auf Authentizität. Motocross‑Fans finden hier einen Zeitzeugen jener Ära, als Leichtbau, Drehzahlfreude und Fahrkönnen den Unterschied machten. Die 1974 Carabella 125 Motocross trägt damit den Geist einer kompromisslosen Sportmaschine. Und sie wird bald verkauft.
Auktion und Los N126

Die Auktion ist fix terminiert: Donnerstag, 29. Januar 2026. Im Katalog erscheint die Maschine als Los N126 innerhalb der Veranstaltung Las Vegas Motorcycles 2026. Für Transparenz sorgen die dokumentierten Nummern: Motornummer AR0575 und Rahmennummer MXR119076274. Solche Angaben sind für Sammler Gold wert, weil sie die Identität klären und spätere Recherchen vereinfachen. Ergänzend liegt eine Galerie mit 51 Fotos vor, die einen umfassenden Eindruck erlaubt, vom Rahmen bis zu den Anbauteilen. Gerade bei historischen Offroad-Bikes, die ihren Lebenslauf oft auf der Strecke geschrieben haben, zählen nachvollziehbare Daten mehr als große Versprechen. Diese 1974 Carabella 125 Motocross bringt alle Voraussetzungen mit, um sowohl Liebhaber klassischer 125er als auch sorgfältige Archivare zu überzeugen. Der Fokus liegt dabei auf Echtheit, Nachvollziehbarkeit und einer klaren technischen Ausrichtung ohne überflüssige Showeffekte.
Carabella: Aufstieg einer mexikanischen Marke

Carabella entstand 1964 aus dem Fahrradhersteller Acermex in Mexiko und legte einen bemerkenswerten Weg hin. Bereits 1966 baute die Marke Zweitaktmaschinen von 66 cm³ bis 350 cm³ Hubraum und schob sich damit in Sparten, die von Leichtfüßigkeit bis Geländeautorität reichten. Der erste reinrassige Motocrosser hieß 125 Caliente, debütierte 1969, trug einen Minarelli‑Zweitaktmotor und ein 5‑Gang‑Getriebe. Ein 27‑mm‑Dell’Orto‑Vergaser versorgte das Triebwerk; das Trockengewicht lag bei knapp unter 200 Pfund, also rund 90 kg. 1987 endete die Motorradfertigung bei Carabella, doch in den Paddocks lebt der Name fort. Die hier angebotene 1974 Carabella 125 Motocross fällt zeitlich mitten in die Entwicklungsphase zwischen dem Caliente‑Anfang und späteren Evolutionsstufen. Das macht sie für Historiker der Szene ebenso interessant wie für Fahrerinnen und Fahrer, die die Wurzel der 125er‑Schule verstehen möchten.
Zwischen Caliente und Marquesa: der 1974er Kontext

Nur ein Jahr nach dem Baujahr dieser Maschine stellte Carabella die 125 MX „Marquesa“ vor, einen Motocrosser mit rund 18 PS und etwa 90 kg. Dieses Datenbild zeigt, wohin die Reise ging: Gewichtsdisziplin, freudiges Ausdrehen und mehr Spitzenleistung im leichten Chassis. Die 1974 Carabella 125 Motocross steht genau an der Schwelle dieser Entwicklung und dokumentiert den Fokus auf agiles Fahren statt brachialer Hubraumkraft. Für Fahrerinnen und Fahrer, die Linienwahl, Kupplungsgefühl und Kurvenspeed schätzen, sendet sie ein klares Signal: Technik als Werkzeug, nicht als Tarnkappe. Dazu passt die klare Auslegung mit 125 cm³ Einzylinder und 5 Gängen, ein Set‑up, das auf Crosstrecken ebenso überzeugt wie beim Training auf Enduro‑Abschnitten. Wer Dynamik aus Bewegung holt, erkennt hier die DNA eines Lehrmeisters.
Technische Essenz: 125 cm³ und 5‑Gang‑Getriebe

Der 125‑cm³‑Einzylinder ist die Einladung, Geschwindigkeit aus Schwung zu erzeugen. Statt auf Drehmoment aus dem Keller zu warten, belohnt er aktive Fahrweise, sauberes Schalten und kompromissloses Spurenhalten. Das 5‑Gang‑Getriebe bildet dabei das Herzstück der Dynamik. Mit wohldosierten Gangstufen lässt sich die nutzbare Drehzahlspanne breit abdecken: eng genug für giftige Antritte am Startgatter, lang genug, um auf der Gegengeraden die Drehzahl sauber mitzunehmen. In der 125er‑Klasse entscheidet genau diese Übersetzungsarbeit über Rhythmus und Rundenzeit. Bemerkenswert ist der Traditionsfaden: Schon die 125 Caliente kam 1969 mit einem 5‑Gang‑Layout. Die 1974 Carabella 125 Motocross schreibt dieses Prinzip fort, reduziert auf das Wesentliche und damit prädestiniert für Lernfortschritte am Lenker. Wer Technik mag, die fordert, findet hier eine ehrliche Partnerin.
Details, die Sammler schätzen

Seriöse Historie beginnt mit harten Fakten. Die Kombination aus Motornummer AR0575 und Rahmennummer MXR119076274 schafft eine klare Ausgangsbasis für Archiv, Register und Versicherer. Zusammen mit der 51‑Bilder‑Galerie entsteht ein nahezu lückenloser Eindruck von Komponenten, Oberflächen und Fertigungsdetails. Für Fahraktive bedeutet das: bessere Planbarkeit künftiger Wartungsarbeiten. Für Sammler bedeutet es Transparenz. Die Möglichkeit, sich vorab in Ruhe durch alle Winkel zu klicken, hilft, Erwartungen zu kalibrieren und offene Fragen gezielt zu formulieren. In Zeiten knapper Originalteile ist diese Informationsdichte ein Vorteil, der über den reinen Kaufmoment hinaus wirkt. Genau hier punktet die 1974 Carabella 125 Motocross mit greifbaren Daten statt bloßer Nostalgie. Substanz schlägt Spekulation – ein einfaches, aber überzeugendes Versprechen.
Einsatzprofil: Motocross heute, Enduro morgen

Ein klassischer 125er‑Crosser lehrt Disziplin. Wer sauber beschleunigt, vorausschauend bremst und den Zug an der Kette hält, wird belohnt. Das macht die 1974 Carabella 125 Motocross zu einer Maschine, die sowohl Sammlerherzen als auch sportliche Ambitionen anspricht. Auf typischen MX‑Layouts hilft das geringe Schwungmassengefühl, Richtungswechsel knapp zu setzen und Anlieger mit Tempo zu verlassen. Auf einfachen Enduro‑Schleifen profitieren Fahrerinnen und Fahrer vom handlichen Charakter und dem schaltfreudigen Getriebe. Gleichzeitig bleibt der historische Wert erhalten, denn dieses Modell repräsentiert eine seltene gesehene Marke und eine Bauphase zwischen frühen und späteren Entwicklungsstufen. Wer Technik als Trainingspartner sucht, findet hier eine aufrichtige, klare Antwort. So entsteht eine Verbindung aus Lernmaschine und Sammlerstück.
Verkauf bei Las Vegas Motorcycles 2026

Der Verkauf erfolgt im Rahmen der Auktion Las Vegas Motorcycles 2026. Notiert sind Donnerstag, 29. Januar 2026, und das Katalogkennzeichen Los N126. Damit ist der Zeitplan eindeutig, und die Chance, eine seltene Vertreterin mexikanischer Motocross‑Kultur zu sichern, rückt näher. Die technischen Eckdaten – 125 cm³ Einzylinder und 5 Gänge – liefern die richtige Grundlage, die historisch belegte Modellentwicklung rundet das Bild ab. Für Interessierte empfiehlt sich der Blick in die 51 Fotos und die Prüfung der Nummern AR0575 sowie MXR119076274. Mehr braucht es kaum, um eine fundierte Entscheidung zu treffen, wenn der Auktionshammer fällt. Preis: Der Zuschlag wird am 29. Januar 2026 im Auktionssaal ermittelt.
Bilder: Anbieter des Fahrzeuges

